Kordofan-Giraffe „Vizuri“ zieht in den Berliner Zoo ein – Weitere Artgenossen folgen
Neue Giraffe „Vizuri“ im Berliner Zoo – Artenschutzprojekt

Kordofan-Giraffe „Vizuri“ im Berliner Zoo eingetroffen – Artenschutzprojekt gestartet

Im Berliner Zoo hat ein bedeutendes neues Tier Einzug gehalten: Die Kordofan-Giraffe mit dem Namen „Vizuri“ ist aus dem Zoo Basel in die deutsche Hauptstadt umgezogen. Nach einer behutsamen Eingewöhnungsphase wird das imposante Tier voraussichtlich bereits in der kommenden Woche für die Besucherinnen und Besucher des Zoologischen Gartens zu bestaunen sein.

Behutsame Eingewöhnung steht im Vordergrund

Die Kuratorin für Huftiere, Dr. Jennifer Hahn, betont die sorgfältige Betreuung des Neuankömmlings: „Vizuri gewöhnt sich nun Schritt für Schritt an sein neues Zuhause. Wir beobachten ihn genau und sorgen dafür, dass er sich in seinem eigenen Tempo eingewöhnen kann. Sein Wohlbefinden steht für uns immer an erster Stelle.“ Diese behutsame Herangehensweise ist besonders wichtig, da Giraffen sensible Tiere sind, die auf Veränderungen in ihrer Umgebung reagieren.

Weitere Giraffen und Gehegeausbau geplant

„Vizuri“ wird nicht lange allein bleiben. Wie eine Zoosprecherin mitteilte, plant der Berliner Zoo, in naher Zukunft bis zu zwei weitere Kordofan-Giraffen aufzunehmen. Parallel dazu laufen bereits umfangreiche Bauarbeiten am Giraffengehege, das bis zum Jahr 2026 zu einer großzügigen Savannenlandschaft erweitert werden soll. Diese neue Anlage wird nicht nur den Giraffen mehr Platz bieten, sondern auch weiteren Tierarten ein Zuhause geben – darunter den ebenfalls stark gefährdeten Waldgiraffen, den Okapis.

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Dramatischer Rückgang der Population

Die Aufnahme der Kordofan-Giraffen ist kein Zufall, sondern Teil eines wichtigen Artenschutzprogramms. Diese Unterart der Giraffen zählt zu den am stärksten bedrohten Großtieren der Welt und wird von der Weltnaturschutzunion (IUCN) als „vom Aussterben bedroht“ eingestuft. Die Zahlen sind alarmierend:

  • Seit den 1980er Jahren ist die Population um mehr als 80 Prozent eingebrochen
  • Ursachen sind vor allem Lebensraumverlust und Wilderei
  • In freier Wildbahn leben heute weniger als 2.000 Exemplare
  • Verbreitungsgebiete beschränken sich auf Kamerun, Tschad, Zentralafrikanische Republik und Südsudan

Der Berliner Zoo leistet mit diesem Projekt einen wichtigen Beitrag zum Erhalt dieser majestätischen Tiere und zur Bewusstseinsbildung für den Artenschutz. Die Erweiterung des Geheges und die geplante Vergesellschaftung mit anderen Arten sollen nicht nur den Tieren zugutekommen, sondern auch den Besuchern ein authentischeres Bild afrikanischer Savannenökosysteme vermitteln.

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