20 Millionen Euro für Klinik-Schließung in Wittstock: Fachabteilungen ziehen nach Pritzwalk um
Wittstocks Krankenhaus schließt: 20 Mio. Euro für Umzug nach Pritzwalk

KMG-Klinikum Wittstock schließt: 20 Millionen Euro für Umzug der Fachabteilungen nach Pritzwalk

Das KMG-Klinikum in Wittstock steht vor dem endgültigen Aus. Rund 20 Millionen Euro aus dem Krankenhausstrukturfonds II sollen in die Verlagerung der dort vorhandenen Fachabteilungen an den Standort Pritzwalk fließen. Diese Informationen gehen aus einer Antwort des Potsdamer Gesundheitsministeriums auf eine „Kleine Anfrage“ der AfD-Gesundheitspolitikerin Daniela Oeynhausen hervor, die am Montag vom Brandenburger Landtag veröffentlicht wurde.

Konzentration der medizinischen Versorgung in Pritzwalk

„Nach aktuellem Stand soll die geplante Konzentration der KMG Kliniken Nordbrandenburg aus Mitteln des KHSF II in Höhe von 20 Millionen Euro realisiert werden“, heißt es in der offiziellen Stellungnahme des Ministeriums wörtlich. Diese Entscheidung markiert einen tiefgreifenden Wandel in der Krankenhauslandschaft der Region Ostprignitz-Ruppin.

Die Diskussionen um die Schließung des Wittstocker Klinikums ziehen sich bereits seit Längerem hin. Wie die frühere Brandenburger Gesundheitsministerin Britta Müller, die parteilos ist, Ende Februar angekündigt hatte, plant das Land nach der Schließung des Krankenhauses eine umfassende Neuausrichtung der medizinischen Infrastruktur in Wittstock.

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Neue Poliklinik als Ersatz für das geschlossene Krankenhaus

Statt des bisherigen Klinikums soll in der Kleinstadt eine moderne Poliklinik entstehen. Das Land Brandenburg will dafür rund 24 Millionen Euro investieren, während die Stadt Wittstock zusätzlich drei Millionen Euro beisteuert. Bis zum Jahr 2030 soll diese neue Einrichtung im historischen „Produktionsgebäude 1905“ ihren Betrieb aufnehmen.

Die Poliklinik wird von der „OGD Ostprignitz-Ruppiner Gesundheitsdienste“ betrieben, einer Tochtergesellschaft des Universitätsklinikums Ruppin-Brandenburg der Medizinischen Hochschule Brandenburg. Diese Struktur soll eine qualitativ hochwertige ambulante Versorgung für die Bevölkerung sicherstellen.

Aufstockung der Rettungswache und telemedizinische Projekte

Parallel zur Schließung des Klinikums und dem Bau der Poliklinik sind weitere Maßnahmen geplant. Die bestehende Rettungswache in Wittstock soll personell und technisch aufgestockt werden, um die Notfallversorgung zu verbessern. Zudem werden einzelne Fachrichtungen weiterhin durch niedergelassene Praxen der KMG-Kliniken abgedeckt, um eine kontinuierliche medizinische Betreuung zu gewährleisten.

Für den Krankenhausstrukturfonds II standen dem Land Brandenburg insgesamt Mittel in Höhe von 114 Millionen Euro zur Verfügung. Die Brandenburger Krankenhausträger haben 34 Förderanträge eingereicht, von denen bislang 14 vom Bundesamt für Soziale Sicherung bewilligt wurden.

Vier Anträge, die vorwiegend die Schaffung telemedizinischer Infrastruktur betrafen, wurden jedoch abgelehnt. Diese betrafen überwiegend die Medizinische Universität Lausitz – Carl Thiem und zeigen die Herausforderungen bei der digitalen Transformation im Gesundheitswesen.

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