Feuerwehr Güstrow im Dauereinsatz: Sieben Brände an einem heißen Sonntag
Ein ungewöhnlich einsatzreicher Tag forderte die Freiwillige Feuerwehr Güstrow am Sonntag, dem 22. März 2026. Die Kameraden mussten gleich siebenmal ausrücken, was ihren eigentlich freien Tag komplett in Anspruch nahm. Von der frühen Morgenstunde bis in den späten Abend hinein waren die Feuerwehrleute im gesamten Stadtgebiet im Einsatz.
Frühmorgendlicher Laubenbrand mit hohem Sachschaden
Der erste Alarm erfolgte bereits um 4.29 Uhr in der Schweriner Straße. Dort stand eine Gartenlaube in einer Kleingartenanlage in Vollbrand. Ein Trupp unter Atemschutz brachte das Feuer zügig unter Kontrolle und konnte verhindern, dass die Flammen auf benachbarte Parzellen übergriffen. Während der Löscharbeiten musste die Bundesstraße 104 kurzzeitig voll gesperrt werden.
Bei diesem Einsatz waren 21 Feuerwehrfrauen und -männer zweieinhalb Stunden im Einsatz. Durch die Hitzeeinwirkung wurden ein angrenzender Zaun, ein Gewächshaus und ein Kleinkraftrad beschädigt. Die Gartenlaube brannte vollständig nieder, der Sachschaden wird auf mindestens 6.000 Euro geschätzt.
Weitere Brände im Stadtgebiet
Im Laufe des Tages folgten weitere Einsätze:
- Im Ziegeleiweg brannten Gartenabfälle, das Feuer war auf eine Hecke übergesprungen, war aber bei Eintreffen der Feuerwehr bereits gelöscht.
- Im Fährweg brannte ein Papierkorb, der ebenfalls schon gelöscht war.
- In der Schwaaner Straße gab es an mehreren Punkten rund um Speichergebäude Rauchentwicklungen und kleinere Brände. Dort hatte sich auch in einer leerstehenden Baracke ein Feuer ausgebreitet, das aufgrund von Asbest auf dem Dach besonders vorsichtig gelöscht werden musste.
- An der Schanze brannten etwa 20 Quadratmeter Wiese (Ödlandbrand).
- Im Bärstammweg auf dem früheren Motocross-Gelände brannten etwa 30 Quadratmeter Wiese.
- Beim Güstrower Pferdemarkt brannte eine öffentliche Papiertonne, die bereits von Polizei und Bürgern gelöscht war.
Ungewöhnliche Einsatzhäufung
Sieben Einsätze an einem Tag sind auch für die Freiwillige Feuerwehr Güstrow ungewöhnlich, betonte Toni Möller, stellvertretender Wehrführer und Sprecher der Güstrower Wehr. Allein bei den beiden größeren Bränden – dem Laubenbrand und dem Brand in der Baracke – eilten 31 Feuerwehrleute in die beiden Güstrower Feuerwehrgerätehäuser. Die Einsatzleitung bei diesen beiden Einsätzen hatte Hannes Möller, früherer Wehrführer in Güstrow und heute Landesbrandmeister von Mecklenburg-Vorpommern.
Brandursachenermittlung
Beim Laubenbrand war ein Brandursachenermittler im Einsatz, und der Kriminal-Dauerdienst sicherte Spuren am Tatort. Zum jetzigen Zeitpunkt kann mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass der Brand der Laube durch einen technischen Defekt verursacht wurde, erklärte Florian Müller, Sprecher des Polizeipräsidiums Rostock.
Die Kriminalpolizei untersucht bei solchen Fallhäufungen immer, ob es Zusammenhänge zwischen den Bränden gibt oder Muster erkennbar sind. Allerdings wurden nur beim Laubenbrand Spuren durch den KDD am Brandort untersucht, und nur in diesem Fall war ein Brandursachenermittler eingesetzt worden.
Die sieben Einsätze an diesem 22. März 2026 stellten eine sehr große Belastung für die Kameraden dar, auch wenn es in den vergangenen Jahren bereits ähnlich einsatzreiche Tage gegeben hatte.



