Gestrandeter Wal an der Ostsee: Schaulustige strömen nach Timmendorfer Strand
Gestrandeter Wal zieht Schaulustige an Timmendorfer Strand

Gestrandeter Wal sorgt für Aufsehen an der Ostseeküste

Ein gestrandeter Wal hat am Timmendorfer Strand in Mecklenburg-Vorpommern zahlreiche Schaulustige angezogen. Das große Meeressäuger wurde in der Nacht zum Montag im Wasser vor dem Ortsteil Niendorf entdeckt und sorgt seitdem für ein ungewöhnliches Spektakel an der Ostseeküste.

Emotionale Momente für Besucher

Viele Menschen sind extra angereist, um den Wal zu sehen. Jörg Wasmus aus Braunschweig erklärte: „Ich bin total überwältigt, so ein großes Tier zu sehen. Ich hatte immer den Traum, einen Wal zu sehen, aber dass es so traurig ist, eigentlich schade drum.“ Als er am Morgen im Internet von dem gestrandeten Tier las, fuhr er sofort mit seinen Enkeln zum Strand, um zu sehen, „wie es dem armen Kerl geht“.

Der Wal macht sich mit Brummen und tiefen Atemgeräuschen bemerkbar. Ein dpa-Reporter vor Ort berichtete: „Der Wal bewegt sich leicht und man hört Atemgeräusche und leichtes Brummen.“ Zahlreiche Schaulustige, darunter viele Kinder, beobachten das Geschehen von einer Mole aus und fotografieren das seltene Ereignis.

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Polizei sperrt Bereich weiträumig ab

Die Polizei hat den Bereich um den Wal weiträumig abgesperrt und bittet dringend um Ruhe für das Tier. Ein Polizeisprecher betonte: „Das Wichtigste für das Tier ist es jetzt, dass es hier viel Ruhe erfährt.“ Auch der Hafenbetrieb ist eingeschränkt – Schwimmer, Boote und andere Wasserfahrzeuge sollen sich nicht nähern. „Man soll diese Stelle möglichst weit umfahren“, so der Sprecher. Ein Schiff der Küstenwache gewährleistet die seeseitige Absicherung.

Experten entscheiden über das weitere Vorgehen

Nun warten alle Beteiligten auf die Einschätzung von Experten des Instituts für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW). Joseph Schnitzler, wissenschaftlicher Mitarbeiter am ITAW, erklärte: Die Fachleute wollen das Tier zunächst genauer begutachten, vermutlich von einem Boot aus, wobei wichtig sei, dass das Tier nicht zusätzlich gestresst wird.

Der Polizeisprecher fasste die Situation zusammen: „Da muss man nachher irgendwie dann schauen, wie das Ganze weitergeht und ob der dann vielleicht wieder zurück ins Wasser gezogen wird.“ Die Entscheidung über das Schicksal des Wals liegt nun in den Händen der Wildtier-Experten, die sorgfältig abwägen müssen, welche Maßnahmen dem Tier am besten helfen.

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