GPS-Sender für Wal vor Poel: Daten nicht öffentlich
GPS-Sender für Wal vor Poel: Daten bleiben geheim

Der vor der Insel Poel in Mecklenburg-Vorpommern aus dem flachen Wasser geborgene Buckelwal soll in seinem Transportboot mit einem GPS-Sender ausgestattet werden. Die Daten sollen dem Schweriner Umweltministerium und den Initiatoren der Aktion zur Verfügung gestellt werden – nicht aber der Öffentlichkeit. Das erklärte Constanze von der Meden, Rechtsanwältin der privat finanzierten Bergungsinitiative, bei einer Pressekonferenz auf Poel.

Kein Waltourismus erwünscht

„Wir wollen keinen Waltourismus generieren“, betonte von der Meden. Es solle vermieden werden, dass Menschen losfahren und nach dem Wal schauen. Der neue Sender sei aus den USA eingeflogen worden und werde derzeit am Tier angebracht. Der Tracker sei bewusst nicht vor der eigentlichen Bergungsaktion befestigt worden, um das Risiko zu vermeiden, dass er beim Transport in die Barge wieder abgeht.

Hintergrund der Bergung

Der rund zwölf Meter lange und etwa zwölf Tonnen schwere Meeressäuger hatte vier Wochen in der Bucht der Insel Poel festgesteckt. Gegen den Rat vieler Wissenschaftler versuchte eine private Initiative seit Mitte April, den gestrandeten Wal mit einem Transportboot zu bergen und lebend in die Nordsee oder den Atlantik zu bringen. Die Aktion wird von Spenden finanziert und hat hohe Wellen geschlagen.

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Die GPS-Daten sollen nun helfen, den Wal nach der geplanten Auswilderung zu verfolgen, ohne dass neugierige Schaulustige das Tier stören. Das Umweltministerium in Schwerin unterstützt die Maßnahme, betont aber, dass die wissenschaftliche Begleitung der Aktion weiterhin kritisch gesehen wird.

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