Mega-Baustellen 2026: Diese Autobahnen in Mecklenburg-Vorpommern werden zur Geduldsprobe
Mega-Baustellen 2026: Autobahnen in MV werden Geduldsprobe

Mega-Baustellen 2026: Diese Autobahnen in Mecklenburg-Vorpommern werden zur Geduldsprobe

Pendler und Reisende in Mecklenburg-Vorpommern müssen sich im Jahr 2026 auf erhebliche Verkehrsbehinderungen einstellen. Die bundeseigene Autobahngesellschaft hat in Güstrow den Baukalender für das laufende Jahr vorgestellt, der umfangreiche Sanierungs- und Instandsetzungsarbeiten auf mindestens zwölf Streckenabschnitten vorsieht. Insgesamt sollen die Autobahnen in MV auf 33 Kilometern erneuert werden, wobei die Bauarbeiten teilweise über mehrere Monate andauern werden.

Verstärkte Sanierungsarbeiten im Schnellstraßennetz

Die Straßenbauer im Nordosten intensivieren die Sanierungsarbeiten im 578 Kilometer langen Schnellstraßennetz deutlich und investieren mehr Geld in die Streckeninstandsetzung. Mit 76 Millionen Euro fließen in diesem Jahr 24 Millionen Euro mehr in die Bauprojekte auf den wichtigsten Verkehrsstrecken als im Vorjahr. Ronald Normann, Chef der Autobahn-Niederlassung Nordost, erklärte, dass nach dem „Notbetrieb“ im Straßenbau aufgrund der Haushaltsprobleme nach der Bundestagswahl im vergangenen Jahr nun wieder „signifikant“ mehr Mittel zur Verfügung stehen.

Besonders betroffen: Die Nord-Süd-Trasse A24

Staus sind vor allem auf der wichtigen Nord-Süd-Trasse zwischen Hamburg und Berlin programmiert. Auf der mehr als 60 Jahre alten A24 werden allein auf dem etwa 90 Kilometer langen Abschnitt in Mecklenburg-Vorpommern gleich fünf Baustellen eingerichtet. Vier neue Brücken sollen zwischen Suckow und Valluhn-Gallin gebaut werden, wobei die Überfahrt nahe Dodow bis November erneuert wird. Zwischen Zarrentin und Wittenburg soll ab März eine weitere Brücke saniert werden. Die Gesamtkosten für den Brückenbau auf dieser Strecke belaufen sich auf 16,5 Millionen Euro.

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Normann betonte, dass auf der A24 in diesem Jahr mit den meisten Verkehrsbehinderungen gerechnet werden müsse. Mit bis zu knapp 29.000 Fahrzeugen pro Tag zählt diese Autobahn zu den meistbefahrenen in Mecklenburg-Vorpommern. Zwischen Anfang Mai und Ende Juli wird es auf der Fahrrichtung Hamburg zwischen dem Parkplatz Schremheide und der Raststätte Schaalsee eng, da unter anderem an der Anschlussstelle Wittenburg und am Parkplatz Schremheide die Fahrbahndecke erneuert wird.

Weitere Engpässe und Brückenbau als Schwerpunkt

Weiter südlich müssen sich Autofahrer zwischen den Abfahrten Hagenow und Wöbbelin auf Behinderungen einstellen. Hier sollen die Brücken über die Bahnlinien nach Hamburg und Ludwigslust erneuert werden, wozu zunächst Behelfsbrücken errichtet werden. Die Bauarbeiten haben bereits begonnen und sollen zunächst bis September dauern. Ein Neubau in beiden Fahrrichtungen wird jedoch noch folgen.

Der Brückenbau stellt in diesem wie auch in den kommenden Jahren einen Schwerpunkt der Bauarbeiten in Mecklenburg-Vorpommern dar. Im Land gibt es etwa 70 Brücken, deren Tragfähigkeit eingeschränkt ist. Normann verwies darauf, dass die Asphaltdecken auf Autobahnen eigentlich alle 20 Jahre erneuert werden müssten, man jedoch mit der Erneuerung „heillos hinterher“ hänge.

Umfangreiche Arbeiten auf der Küstenautobahn A20

Geduld brauchen Reisende und Pendler auch auf der knapp 30 Jahre alten Küstenautobahn A20. Die Autobahngesellschaft kündigte umfangreiche Bauarbeiten auf dieser wichtigen Urlauber-Autobahn an. Vor und nach der Ferienreisezeit werden auf insgesamt etwa 33 Kilometern in vier Abschnitten Baustellen eingerichtet. Die größte Maßnahme ist das Projekt zwischen den Anschlussstellen Neubrandenburg-Nord und Neubrandenburg-Ost, das von September 2026 bis November 2027 dauern und 20 Millionen Euro kosten soll.

Allein in den vergangenen vier Jahren wurde an mehr als einem Drittel der etwa 280 Kilometer langen Autobahn in Mecklenburg-Vorpommern gebaut. Für die A20 wurde indes ein Erhaltungsprogramm aufgestellt, um den Sanierungsstau zu bewältigen.

Weitere Bauprojekte und Auswirkungen des Winters

Gebaut wird auch an der Autobahn 19: Ab November soll für 4,2 Millionen Euro ein Jahr lang eine Brücke über die A19 bei Prisannewitz erneuert werden. Die Verstärkung eines Bauwerks über das Flüsschen Nebel bei Linstow soll in den kommenden Wochen abgeschlossen werden, um den Bau für den Schwerlastverkehr fit zu machen.

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Auf der Autobahn 14 ist in diesem Jahr weitgehend freie Fahrt zu erwarten, lediglich über den Störkanal nahe Plate wird für eine marode Brücke eine Behelfsbrücke errichtet, deren Bau bis Oktober 2027 dauern soll.

Nach den langen Frostwochen mit teilweise sehr tiefen Temperaturen rechnet Normann mit vielen Asphalt- und Betonaufbrüchen sowie Schlaglöchern. Auf der A19 Richtung Rostock muss in den kommenden Tagen wegen Straßenschäden die Geschwindigkeit zwischen der Landesgrenze Brandenburg und Röbel begrenzt werden, möglicherweise auf bis zu 60 Kilometer pro Stunde.