Preiserhöhungen in MV: Museen, Kurtaxe und Freizeitangebote werden teurer
Preiserhöhungen in MV: Museen und Freizeit teurer

Kultur- und Freizeitkosten in Mecklenburg-Vorpemmern steigen deutlich

Wer in diesem Jahr Ausflüge und Aktivitäten im Nordosten Deutschlands plant, muss an vielen Stellen mit höheren Ausgaben rechnen. Während einige Einrichtungen ihre Preise stabil halten, haben zahlreiche beliebte Attraktionen in Mecklenburg-Vorpommern ihre Eintrittsgelder und Gebühren angepasst.

Schmalspurbahn auf Rügen mit Preisanstieg

Bereits seit Februar gilt für die berühmte Schmalspurbahn „Rasender Roland“ auf der Insel Rügen eine Preiserhöhung. Eine Fahrt auf der Gesamtstrecke kostet nun 16 Euro – ein Euro mehr als zuvor. Die Rügensche Bäderbahn hat ihre Tarife durchschnittlich um sieben Prozent angehoben, wobei Einzelfahrkarten pro Tarifstufe jetzt 3,20 statt 3 Euro kosten. Kinder zahlen weiterhin die Hälfte. Auch der Zuschlag zum Deutschlandticket wurde angepasst: Die Tageskarte kostet nun 12 Euro, die Wochenkarte 36 Euro. Jährlich nutzen mehr als 660.000 Gäste dieses historische Verkehrsmittel.

Staatliche Schlösser mit unterschiedlicher Preisentwicklung

Die Staatlichen Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen Mecklenburg-Vorpommern haben ihre Eintrittspreise in diesem Jahr nicht erneut erhöht, allerdings wurden bereits im Oktober 2025 Anpassungen vorgenommen. Das Schlossmuseum Schwerin verlangt jetzt 13 statt 8,50 Euro für ein Einzelticket, nachdem es 2025 mit rund 243.000 Besuchern das dritte Rekordjahr in Folge verzeichnete. In anderen Schlössern gelten folgende Preise:

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  • Schlösser Bothmer, Granitz, Güstrow und Mirow: 9 statt 6 bzw. 6,50 Euro
  • Schloss Hohenzieritz: 4 statt 3 Euro
  • Schloss Ludwigslust: Ab 30. Mai 2026 9 statt 6,50 Euro

Kinder und Jugendliche haben weiterhin freien Eintritt, und das Staatliche Museum Schwerin bleibt seit seiner Wiedereröffnung im Oktober für vier Jahre komplett kostenlos.

Wildpark und Meeresmuseumen mit eigenen Strategien

Der Wildpark Güstrow im Landkreis Rostock hat seine Ticketpreise für 2026 nicht erhöht, nachdem sie bereits im April 2025 angepasst wurden. Erwachsene zahlen seither 18 statt 16 Euro, Kinder bis 16 Jahren 9 statt 8 Euro. Allerdings bietet der Park neue Vergünstigungen: Wer innerhalb einer Woche ein zweites Mal kommt, erhält 10 Prozent Rabatt, bei zwei aufeinanderfolgenden Tagen sogar 50 Prozent.

Die Stiftung Deutsches Meeresmuseum in Stralsund hat dagegen zum Jahreswechsel Preiserhöhungen umgesetzt. Im Ozeaneum und Meeresmuseum kosten Tickets für Erwachsene nun 20 statt 18 Euro, im Natureum auf dem Darss 10 statt 8 Euro. Da sich die Stiftung zu etwa 80 Prozent aus Eintrittsgeldern finanziert, waren die Anpassungen angesichts allgemeiner Kostensteigerungen notwendig. Das Ozeaneum verzeichnet jährlich rund eine halbe Million Besucher.

Kurtaxe-Anpassungen in Ostseebädern

Für Urlauber werden in einigen Orten auch die Kurabgaben teurer. In Sassnitz auf Rügen steigt der Beitrag ab April von 1,50 auf 3 Euro, wobei Kinder und Jugendliche zwischen 7 und 14 Jahren jetzt 1,50 statt bisher nichts zahlen. Die Erhöhung rechtfertigt die Stadt mit Kostensteigerungen und neuen Leistungen wie der Nutzung öffentlicher Toiletten sowie Busfahrten mit bestimmten Linien.

In Rostock wird derzeit intern über die künftige Ausgestaltung der Kurabgabe beraten, die auch das Ostseebad Warnemünde umfasst. Derzeit liegt sie bei 3,70 Euro. Im Seebad Heiligendamm in Bad Doberan bleibt der Beitrag dagegen stabil bei 2,50 Euro.

Freizeitparks mit flexiblen Preismodellen

Karls Erlebnis-Dorf in Zirkow auf Rügen behält seinen regulären Tageskartenpreis von 12,50 Euro bei, hat aber eine dynamische Preisstruktur eingeführt. An Tagen mit geringerem Besucheraufkommen kosten Online-Tickets nur 7,50 Euro, an anderen Tagen 10 oder 11 Euro. Diese flexible Preisgestaltung gilt ausschließlich für online gekaufte Tickets.

Der Vogelpark Marlow im Landkreis Vorpommern-Rügen erhöht seine Ticketpreise nicht, nachdem sie vor drei Jahren aufgrund neuer Attraktionen wie dem Erlebnis-Bauernhof und der Dinosaurier-Ausstellung angepasst wurden. In den vergangenen Jahren kamen jährlich etwa 280.000 Gäste, wobei 2025 ein Rückgang von sieben Prozent verzeichnet wurde.

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