Radweg-Bau an B104 in Sicht: Löwitzer hoffen auf Ende der Lebensgefahr
Radweg-Bau an B104: Ende der Lebensgefahr für Löwitzer?

Radweg-Bau an B104 in Sicht: Löwitzer hoffen auf Ende der Lebensgefahr

Seit Jahren meiden Radfahrer die Bundesstraße 104 zwischen der Klosterstadt Rehna und dem Abzweig Löwitz im Landkreis Nordwestmecklenburg wie der Teufel das Weihwasser. Für die Einwohner von Löwitz, die gerne mit dem Fahrrad in die etwa zweieinhalb Kilometer entfernte Stadt Rehna fahren würden, stellt die viel befahrene Straße eine erhebliche Gefahr dar. Nun gibt es konkrete Hoffnung: Der Bau eines Radweges könnte noch in diesem Jahr beginnen.

Baubeginn im Herbst 2026 vorgesehen

Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr Mecklenburg-Vorpommern mit Sitz in Rostock bestätigte auf Anfrage, dass der Baubeginn für den Radweg an der B104 zwischen Löwitz und Rehna im Herbst 2026 vorgesehen ist – vorausgesetzt, alle erforderlichen Genehmigungen liegen vor. André Horn vom Landesamt erklärte: „Für den Radweg an der B104 zwischen Löwitz und Rehna läuft derzeit die Genehmigungsplanung. Im Sommer 2026 sollen die Ausführungsplanung und die Vorbereitung der Ausschreibung folgen.“

Ein Teil der notwendigen Bauerlaubnisse liegt bereits vor, und im Frühjahr 2026 wird die naturschutzrechtliche Genehmigung beantragt. Horn betonte jedoch: „Erst wenn alle Voraussetzungen vollständig erfüllt sind, kann ausgeschrieben und gebaut werden.“ Zudem müssen noch Grundstücksfragen geklärt werden.

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Jahrelanger Kampf der Dorfbewohner

Die Einwohner von Löwitz fordern seit Jahren einen Radweg an der B104. Im Juli 2025 machten sie mit der Forderung „Radweg jetzt!“ auf die gefährliche Situation aufmerksam. Eine Einwohnerin erklärte damals, es sei nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene zu riskant, auf der Bundesstraße mit dem Fahrrad unterwegs zu sein. Die Installation von Leitplanken verschärfte das Problem zusätzlich, da Radfahrer seitdem nicht mehr die Möglichkeit haben, Gefahren auszuweichen.

Als Alternative nehmen die Löwitzer seit Jahren einen Umweg über den sogenannten Wirtschaftsweg „Hölle“ in Kauf. Dieser Weg ist jedoch in einem schlechten Zustand und hat bereits zu mehreren Unfällen geführt, bei denen sich Radfahrer die Reifen kaputtfuhren oder stürzten.

Hohes Verkehrsaufkommen an der B104

Die Dringlichkeit eines Radweges wird durch die Verkehrszahlen unterstrichen. Laut der Verkehrsmengenkarte sind auf dem etwa 2,5 Kilometer langen Abschnitt der B104 zwischen Löwitz und Rehna täglich durchschnittlich 5.270 Fahrzeuge unterwegs (Stand 2021). Davon entfallen rund 580 Fahrzeuge auf den Schwerverkehr. Die starke Frequentierung hängt auch damit zusammen, dass viele Pendler die Straße nutzen, um zur A20-Anschlussstelle Schönberg zu gelangen.

Für die Dorfbewohner von Löwitz rückt mit den aktuellen Planungen des Landesamtes endlich eine Lösung in greifbare Nähe. Sollten alle Genehmigungen rechtzeitig vorliegen, könnte der lang ersehnte Radweg noch 2026 Realität werden und die lebensgefährliche Situation auf der B104 beenden.

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