Rehna erhält offiziell den Titel Klosterstadt: Historische Auszeichnung für 3600-Einwohner-Ort
Rehna ist jetzt offiziell Klosterstadt

Rehna erhält offiziell den Titel Klosterstadt: Historische Auszeichnung für 3600-Einwohner-Ort

Mit sofortiger Wirkung darf sich die Stadt Rehna in Nordwestmecklenburg offiziell als Klosterstadt bezeichnen. Diese bedeutende Auszeichnung wurde am Mittwoch, dem 25. März 2026, durch Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Christian Pegel in einer feierlichen Zeremonie überreicht. Der Titel soll das Profil der 3600-Einwohner-Stadt schärfen und zusätzliche Besucher anziehen, was bald auch an aktualisierten Ortseingangsschildern sichtbar werden wird.

Historische Würdigung eines kulturellen Zentrums

Innenminister Christian Pegel betonte bei der Verleihung die tiefgreifende Bedeutung dieser Entscheidung: „Mit der Bezeichnung ‚Klosterstadt‛ wird die lange Geschichte des ehemaligen Frauenklosters als religiöses, kulturelles und gesellschaftliches Zentrum in Rehna und für die gesamte Region offiziell anerkannt, in besonderer Weise hervorgehoben und in die Gegenwart getragen.“ Das im 13. Jahrhundert gegründete Kloster war und bleibt ein prägendes Zentrum des städtischen Lebens.

Die kontinuierliche öffentliche Nutzung der Klosteranlage, ihr herausragender denkmalgeschichtlicher Wert sowie das große Engagement der Stadt für Kultur, Geschichte und Tourismus rechtfertigen nach Angaben des Ministers diese besondere Auszeichnung in vollem Umfang. Bereits im Oktober 2025 hatte die Rehnaer Stadtvertretung einstimmig beschlossen, den Antrag auf die Bezeichnung beim Innenministerium zu stellen.

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Bürgermeister und Vereinsmitglieder zeigen Begeisterung

Bürgermeister Martin Reininghaus äußerte sich begeistert über die Verleihung: „Ein Kloster ist kein vermeintlich verstaubter Ort. Es ist wesentlich mehr. Hier wurden Verträge geschlossen, Geld an Herzöge verliehen, Urkunden unterschrieben und Bildung vermittelt.“ Rehna erhofft sich von der neuen Bezeichnung eine deutlich verbesserte Vermarktung des Klosters und der gesamten Stadt.

Burkhard Schmidt, Mitbegründer des Klostervereins Rehna, der vor fast 30 Jahren ins Leben gerufen wurde, teilte diese Freude: „Ich freue mich sehr darüber, dass diese Stadt ein eigenes Profil entwickelt hat. Die Bezeichnung ‚Klosterstadt' kann für eine Kommune von Nutzen sein. Der Bekanntheitsgrad steigt dadurch immens.“ Auch Pastor Andreas Ortlieb würdigte die jahrzehntelange Arbeit des Klostervereins, der sich intensiv für die Wahrnehmung dieses historischen Schatzes eingesetzt hat.

Neue Ortsschilder und regionale Tradition

Der ehemalige und langjährige Bürgermeister Hans Jochen Oldenburg hob hervor: „Ich finde es gut, dass die Bezeichnung gleich an den Ortseingängen zu sehen sind und darauf hingewiesen wird, dass es hier im Ort etwas zu entdecken gibt.“ Wann genau die ersten Ortstafeln mit der Aufschrift „Klosterstadt Rehna“ gegen die bisherigen ausgetauscht werden, steht zwar noch nicht fest, doch die Planungen laufen bereits.

Rehna reiht sich damit in eine bemerkenswerte Tradition von Städten und Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern ein, die kommunalverfassungsrechtliche Bezeichnungen tragen dürfen. Dazu zählen beispielsweise Neubrandenburg als „Vier-Tore-Stadt“ seit 2019, Teterow als „Bergringstadt“ seit 2017, Rostock als „Universitätsstadt“ seit 2016 und Güstrow als „Barlachstadt“ seit 2006. Diese Titel dienen nicht nur der historischen Würdigung, sondern auch der touristischen Profilierung und regionalen Identitätsstiftung.

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