Staatsanwaltschaft Rostock ermittelt zu Sabotageverdacht an Marine-Versorgungsschiffen
Sabotageverdacht an Marine-Versorgungsschiffen in Rostock

Staatsanwaltschaft Rostock ermittelt zu Sabotageverdacht an Marine-Versorgungsschiffen

Die Staatsanwaltschaft Rostock geht aktuell dem Verdacht der Sabotage an Marine-Versorgungsschiffen nach. Die Ermittlungen wurden laut Generalstaatsanwaltschaft Rostock auf Grundlage von Strafanzeigen der deutschen Marine im Februar und Oktober 2025 eingeleitet. Dabei wurden Beschädigungen beziehungsweise Manipulationen an schiffstechnischen oder elektrischen Anlagen festgestellt, wie zuvor bereits der Nordkurier berichtete.

Ermittlungen zu mehreren Vorfällen

Die Verfahren haben den Verdacht auf Sabotagehandlungen an Verteidigungsmitteln gemäß Paragraph 109e des Strafgesetzbuches zum Gegenstand. Weitere Details nannte die Generalstaatsanwaltschaft nicht, betonte jedoch, dass es sich bei den beiden betroffenen Booten nicht um den älteren Vorfall mit einem Minenjagdboot handelt. Zu jenem Vorfall aus dem Jahr 2025, bei dem Kabelbäume durchtrennt worden waren, wurden die Ermittlungen im vergangenen Jahr abgeschlossen, ohne dass ein Tatverdächtiger festgestellt werden konnte.

Parallel dazu ermittelt die Staatsanwaltschaft Rostock auch wegen eines Brandes im Überseehafen, der am 14. Mai vergangenen Jahres stattfand. Bei dem Feuer brannte ein 150 Meter langes Förderband einer Getreide verarbeitenden Firma an mehreren Stellen. Hierbei besteht der Verdacht verfassungsfeindlicher Sabotage gemäß Paragraph 88 StGB, mit einem Schaden von etwa einer Million Euro. Laut Der Spiegel beschäftigt dieser Vorfall auch das Bundeskriminalamt und das Bundesamt für Verfassungsschutz, da der Rostocker Überseehafen als Umschlagplatz für Im- und Export von ukrainischem Getreide dient.

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Marine-Inspekteur bestätigt Sabotagefälle

Der Inspekteur der Marine, Jan Christian Kaack, hatte im Februar vergangenen Jahres berichtet, dass Saboteure in mehr als einem Fall gezielte Schäden an Kriegsschiffen in Deutschland angerichtet hätten. Er erklärte, es gebe auf mehr als einer Einheit Zerstörung, also Sabotage. Diese Aussage unterstreicht die Ernsthaftigkeit der Vorfälle und die Notwendigkeit umfassender Ermittlungen.

Erst Anfang Februar dieses Jahres wurde bekannt, dass Haftbefehle gegen zwei Männer vollstreckt worden sind, die im Verdacht stehen, versuchte Sabotage an einem für die deutsche Marine vorgesehenen Schiff begangen zu haben. Sie sollen während ihrer Tätigkeit im Hamburger Hafen im vergangenen Jahr an mehreren Korvetten Sabotagehandlungen vorgenommen haben.

Die auf Anzeigen der Marine gestarteten Ermittlungen sowie die Ermittlungen zum Brand im Überseehafen dauern laut Generalstaatsanwaltschaft Rostock weiter an. Bislang sind jedoch noch keine Tatverdächtigen ermittelt worden. Diese Reihe von Vorfällen zeigt die anhaltende Bedrohung durch Sabotageakte und die Herausforderungen für die Sicherheitsbehörden in Deutschland.

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