Schlossgarten Schwerin: Frost-Tau-Wechsel verwandelt Wege in gefährliche Modderpisten
Eigentlich locken die ersten Frühlingsspaziergänge, doch im Schweriner Schlossgarten herrschen derzeit schwierige Bedingungen. Statt Frühlingsgrün prägen Wasserflächen die Wiesen, während die Wege sich in rutschige Modderpisten verwandeln. Der schnelle Wechsel zwischen Frost und Tauwetter zeigt seine Auswirkungen deutlich: Der Boden ist noch gefroren, sodass die Feuchtigkeit nicht abfließen kann und sich an der Oberfläche staut.
THW-Einsätze in der Region: Wassermassen müssen abgepumpt werden
Nach Angaben des THW-Ortsverbands Schwerin konnte das Wasser vielerorts nicht im Boden versickern. Das Technische Hilfswerk, eine überwiegend ehrenamtlich getragene Organisation für technische Hilfeleistungen bei Katastrophen und Notlagen, beobachtet die Entwicklung aufmerksam. Durch den schnellen Wechsel von Frost zu Tauwetter staut sich das Wasser an der Oberfläche, sodass Höfe, Straßen und landwirtschaftliche Flächen teilweise unter Wasser standen.
Die Einsatzkräfte waren deshalb mehrfach gefordert. Bereits am Samstag, dem 21. Februar, unterstützte der Schweriner Ortsverband die Kameraden in Gadebusch beim Schutz eines Grundstücks vor Überschwemmung. Am Sonntag, dem 22. Februar, folgte ein weiterer Einsatz in Ruthenbeck. Mit fünf Pumpen wurden dort große Wassermengen abgeführt – rund 7000 bis 8000 Liter pro Minute. Aktuell bleibt das THW in Bereitschaft und beobachtet die Lage weiterhin.
Entspannte Situation innerhalb Schwerins
Innerhalb Schwerins selbst zeigt sich die Situation hingegen entspannt. Nach Angaben der Feuerwehr gab es lediglich am Sonntag einen wetterbedingten Einsatz in der Innenstadt; weitere Einsätze sind derzeit nicht erforderlich. Dennoch bleiben die Auswirkungen im Schlossgarten deutlich sichtbar und spürbar.
Schlossgarten: Wasser auf den Wiesen, rutschige Wege
Dietmar Braune von den Staatlichen Schlössern, Gärten und Kunstsammlungen Mecklenburg-Vorpommern beschreibt die Situation als typische Folge der aktuellen Wetterlage: „Der Boden ist noch gefroren und das Wasser kann nicht weg.“ Vor allem auf Wiesenflächen sammelt sich derzeit viel Wasser, Spaziergänger müssen sich auf matschige und rutschige Wege einstellen und sollten aktuell besonders aufmerksam unterwegs sein.
Die Wege seien durch das Zusammenspiel aus gefrorenem Untergrund und aufgetauter Oberfläche besonders glatt. „Oben ist es weich, darunter steckt noch der Frost – das wird schnell zur Schmierschicht“, erklärt Braune. Gegen diese Situation lasse sich derzeit wenig unternehmen. Erst wenn der Boden vollständig durchtaut oder Sonne und Wärme für Verdunstung sorgen, könne sich die Lage entspannen.
Spaziergänger im Schlossgarten sollten daher aktuell besondere Vorsicht walten lassen, um Stürze zu vermeiden. Die rutschigen Wege stellen eine echte Gefahr dar, während die überschwemmten Wiesen das typische Frühlingsbild trüben. Es bleibt abzuwarten, wie lange die ungewöhnliche Wetterlage noch anhält und wann der Schlossgarten wieder in gewohnter Pracht erstrahlen kann.



