Sensationelle Wende im Nordosten: Schwesig setzt sich für Pendler durch
Bei Tausenden von Berufspendlern in Mecklenburg-Vorpommern herrschten zunächst Wut und tiefe Enttäuschung, als die Deutsche Bahn ankündigte, die wichtige ICE-Frühverbindung von Schwerin nach Hamburg zu streichen. Doch nun gibt es eine überraschende Kehrtwende: Die Landesregierung unter Führung von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und die Deutsche Bahn haben sich auf eine tragfähige Lösung verständigt.
Früh- und Spätverbindung gesichert
Die Staatskanzlei in Schwerin teilte am Montagmittag mit, dass nach Abschluss der umfangreichen Generalsanierung im Korridor Berlin-Hamburg wieder eine Frühverbindung auf der Achse Rostock-Schwerin-Hamburg angeboten wird. Die bisher bestehende Spätverbindung von Hamburg nach Rostock bleibt ebenfalls vollständig erhalten. Beide Verbindungen sollen unmittelbar nach Aufhebung der Streckensperrung zwischen Hamburg und Berlin wieder aufgenommen werden.
Die Einigung kam nach einem entscheidenden Gespräch in Berlin zustande, an dem neben Ministerpräsidentin Schwesig und der Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bahn, Evelyn Palla, auch Wirtschaftsminister Dr. Wolfgang Blank teilnahm. Die Verhandlungen führten zu einer gemeinsamen Linie, die sowohl die Interessen der Pendler als auch die betrieblichen Erfordernisse der Bahn berücksichtigt.
Schwesig: „Gute Lösung für Bürgerinnen und Bürger“
„Das ist eine gute Lösung für Bürgerinnen und Bürger in Mecklenburg-Vorpommern, insbesondere für die Pendlerinnen und Pendler“, betonte Schwesig nach dem erfolgreichen Verhandlungsabschluss. „Es wird auch nach der Sanierung der Bahnstrecke Hamburg-Berlin einen Früh-ICE von Rostock über Schwerin nach Hamburg geben.“
Die Ministerpräsidentin verwies zudem auf ein weiteres wichtiges Ziel: „Außerdem ist es unser Bestreben, dass die Früh- und die Spätverbindung des Fernverkehrs von Rostock über Schwerin nach Hamburg künftig auch mit einem Deutschlandticket, dem Seniorenticket oder Einzel- und Zeitkarten des Nahverkehrstarifs genutzt werden können. So können deutlich mehr Bürgerinnen und Bürger den ICE nutzen – und damit wäre das Angebot auf der Verbindung, die jetzt umgesetzt werden soll, noch attraktiver.“
Schwesig dankte ausdrücklich Bahnchefin Palla für die konstruktive Zusammenarbeit und die gefundene Lösung, die den Bedürfnissen der Menschen im Nordosten Rechnung trägt.
Palla: „Kundenorientierte Lösung beim Bahn-Neustart“
Evelyn Palla zeigte sich ebenfalls erfreut über die Einigung: „Ich freue mich, dass wir mit der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern eine tragfähige Lösung für die ICE-Frühverbindung von Rostock über Schwerin nach Hamburg gefunden haben. Diese ergänzt unser bestehendes, gutes ICE-Angebot im Nordosten optimal.“
Die Bahnchefin betonte den kundenorientierten Ansatz: „Das bedeutet eine spürbare Verbesserung für unsere Kundinnen und Kunden und ist genau das, was wir beim Neustart bei der Bahn wollen: kundenorientierte Lösungen, die den Bedürfnissen der Reisenden entsprechen und gleichzeitig betrieblich sinnvoll sind.“
Die Einigung markiert einen wichtigen Erfolg für die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern, die sich intensiv für den Erhalt der Verbindung eingesetzt hatte. Für die Pendler bedeutet die Entscheidung Planungssicherheit und die Gewissheit, dass ihre Mobilitätsbedürfnisse auch nach der umfangreichen Sanierungsphase weiterhin Berücksichtigung finden werden.



