Neue Solar-Seetonnen sichern die Einfahrt zum Neukalener Hafen auf dem Kummerower See
Solar-Seetonnen sichern Hafeneinfahrt am Kummerower See

Neue Solar-Seetonnen sichern die Einfahrt zum Neukalener Hafen auf dem Kummerower See

Die Zufahrt vom Kummerower See zum Neukalener Hafen ist jetzt deutlich besser markiert und damit sicherer für Wassersportler. Zwei nagelneue Fahrwassertonnen mit Solarmodulen tanzen auf den Wellen des viertgrößten Binnensees Mecklenburg-Vorpommerns und weisen den Weg zur Peene nach Neukalen.

Moderne Technik ersetzt veraltete Behelfslösungen

Die beiden neuen Seetonnen ersetzen verrostete alte Bojen, an die findige Skipper früher mit Klebeband blinkende Baustellenlampen angebracht hatten. Die modernen Solar-Bojen können bei Dunkelheit ihr Licht über das Wasser werfen und sind damit auch nachts gut sichtbar. Es handelt sich um die ersten mit Solarmodulen ausgestatteten Bojen auf dem gesamten Kummerower See.

Am See-Ufer weist zudem ein neu aufgestelltes Einfahrtzeichen auf die Hafenzufahrt zur Peenestadt hin. Die schwarz-weiße Markierung auf der Raute fehlt allerdings noch und muss nachträglich angebracht werden.

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Gefährliche Torflöcher machen klare Kennzeichnung notwendig

„Mit den neuen Seetonnen und dem Einfahrtsignal haben wir es nun endlich geschafft, dass unser Hafen sicher zu erreichen ist“, sagt Freizeitskipper Christoph Henneberg, der sich seit Jahren für die verbesserte Kennzeichnung eingesetzt hat. Der engagierte Wassersportler kennt die Gefahren des Westufers des Kummerower Sees besonders gut.

Hier liegen mehrere breite Torflöcher, die vom See aus leichter wahrgenommen werden als der schmalere Peene-Arm in Richtung Hafen. Unerfahrene Skipper, die den in der Ferne sichtbaren Kirchturm der Peenestadt ansteuern, landen schnell in einer Sackgasse. Selbst Einheimischen sind bereits Irrfahrten passiert, die bei aufkommendem Unwetter riskant werden können.

Jahrelanges Engagement führt zum Erfolg

„Wir haben einen so schönen Hafen in unserer Stadt und sind staatlich anerkannter Erholungsort. Doch über den Wasserweg waren wir bisher ziemlich schwer zu finden“, schildert Christoph Henneberg die bisherige Situation. Vor zwei Jahren hatte er bereits ein Provisorium an der Peene-Einfahrt aufgestellt: einen Wegweiser „Peenestadt Neukalen 2,5 Kilometer“ und ein solarbetriebenes Blinklicht an einem Mast.

Diese Konstruktion hatte allerdings nichts mit einem offiziellen Seezeichen zu tun. Um die Kennzeichnung ihrer Hafeneinfahrt musste sich die Stadt Neukalen selbst kümmern, konnte für die beiden Seetonnen aber Fördermittel nutzen. Die Einfahrt-Raute hat der Yachtcharter Schulz aufstellen lassen, der eine kleine Flotte seiner Hausboote im Neukalener Hafen stationiert hat.

Hafen gewinnt an touristischer Bedeutung

Die Peene-Zufahrt zum Neukalener Hafen wurde erst vor einigen Jahren ausgebaggert und dann als schiffbares Gewässer ausgewiesen. Gerade als Erholungsort in der neuen Tourismusregion „Mecklenburgische Schweiz“ dürfte Neukalen mit seiner Wasserstraße in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnen.

Die beiden neuen Bojen wurden erst in den vergangenen Tagen an genau den vorgesehenen Stellen ins Wasser gesetzt – weit nach dem Eisgang des zurückliegenden Winters. Der Kummerower See war erstmals nach vielen Jahren nahezu komplett zugefroren, was bei tauendem Eis und windigen Tagen zur Vertreibung von Seetonnen führen kann.

Über den Kummerower See verläuft eine Bundeswasserstraße, für deren Betonnung das Wasser- und Schifffahrtsamt zuständig ist. Die neuen Solar-Seetonnen markieren nun dauerhaft und zuverlässig den sicheren Weg zum Neukalener Hafen und tragen so zur Sicherheit der Wassersportler bei.

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