Trainerbeben beim TC FIKO Rostock: Heike Priess muss gehen, Erik Schoob übernimmt
Trainerbeben in Rostock: Priess geht, Schoob übernimmt

Trainerbeben beim TC FIKO Rostock: Vertrag von Heike Priess nicht verlängert

Im Triathlon-Sport von Mecklenburg-Vorpommern hat es ein einschneidendes Ereignis gegeben. Der TC FIKO Rostock hat den Vertrag mit seiner langjährigen und erfolgreichen Trainerin Heike Priess nicht verlängert. Ihr zum 28. Februar 2026 auslaufender Vertrag wurde vom Vorstand des Vereins nicht weitergeführt, was zu einer überraschenden Trennung führt.

Unterschiedliche Vorstellungen führen zur Trennung

Die Entscheidung basiert laut Vereinsangaben auf unterschiedlichen Auffassungen zwischen Verein und Trainerin. Heike Priess, die erst 2025 bei der MV-Sportlerwahl gemeinsam mit Michail Sachiasvili aufgrund der Erfolge aus dem Jahr 2024 als „Trainerin des Jahres“ ausgezeichnet wurde, muss ihre Position in Rostock räumen. Sie war seit 2018 zunächst als Nachwuchstrainerin tätig und übernahm nach dem Wechsel von Andreas Klütsch zum Bundesstützpunkt Saarbrücken den Jugend- und Juniorenbereich.

Unter ihrer Führung wurde eine starke Leistungssportgruppe aufgebaut, die aktuell sechs Landeskader sowie Paula Huth als Nachwuchskader II der Deutschen Triathlon Union umfasst. „Der Vorstand hat mir bereits kurz vor Weihnachten mitgeteilt, den am 28. Februar auslaufenden Vertrag nicht verlängern zu wollen“, erklärte Priess zu den Hintergründen.

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Vereinsvorsitzender äußert sich zur Entscheidung

Sven Zimmermann-Rieck, der Vorsitzende des TC FIKO Rostock, begründete die Entscheidung mit konzeptionellen und pädagogischen Differenzen. „Wir mussten erkennen, dass wir unterschiedliche Vorstellungen über die konzeptionelle Ausrichtung sowie die pädagogische Ausgestaltung des Trainingsbetriebs und der Kommunikation hatten. Das ist in einer professionellen Zusammenarbeit manchmal der Fall. Wir danken Frau Priess für ihren Einsatz“, so Zimmermann-Rieck.

Er fügte hinzu, dass weitere Details zur Personalangelegenheit aufgrund einer anwaltlichen Inanspruchnahme durch Priess nicht genannt werden können. Der Verein habe sich zum Stillschweigen verpflichtet, was die genauen Gründe für die Beendigung betrifft.

Reaktionen und Auswirkungen auf die Sportler

Ein bekannter Elternvertreter äußerte Bedenken zu den Folgen der Entscheidung: „Leidtragende sind immer die Sportler. Die Thematik wird sicher die Mitgliederversammlung im März beschäftigen“. Dies unterstreicht die möglichen Auswirkungen des Trainerwechsels auf die Athleten und das Vereinsklima.

Neue Trainer übernehmen die Verantwortung

Als Nachfolger von Heike Priess ist seit dem 1. März Erik Schoob als neuer Leitender Triathlon-Stützpunkttrainer in Rostock im Amt. Ihm zur Seite steht Mattes Kuntermann, der sein Studium der Sportwissenschaften abgeschlossen hat und den älteren Bereich der Athleten fortführen wird.

Schoob betonte den Team-Ansatz: „Wir machen das als Team. Ich bleibe vorerst bei den jüngeren Athleten, während Mattes den älteren Bereich fortführen wird“. Kuntermann zeigte sich motiviert: „Ich werde die Aufgabe engagiert angehen, mein Bestes für eine erfolgreiche Saison geben. Als Erstes gilt es, eine vertrauensvolle Basis aufzubauen“.

Der Wechsel markiert einen bedeutenden Wendepunkt für den TC FIKO Rostock, der nun unter neuer Führung die kommende Saison angehen muss. Die sportliche Zukunft des Vereins und die Entwicklung der Talente werden mit Spannung verfolgt werden.

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