Plötzliches Verkehrschaos in Vorpommern: A20-Sperrung durch Brückenreparatur löst Staus auf L35 aus
Verkehrschaos in Vorpommern: A20-Sperrung löst Staus auf L35 aus

Plötzliches Verkehrschaos in Vorpommern: A20-Sperrung durch Brückenreparatur löst massive Staus auf L35 aus

Am Donnerstagmorgen erlebten Kraftfahrer in Vorpommern ein unerwartetes Verkehrschaos, das sich insbesondere auf der Landesstraße 35 bei Jarmen abspielte. Viele Peenestädter und Pendler staunten nicht schlecht, als sich auf der Ortsdurchfahrt plötzlich lange Schlangen bildeten, die bis weit über die Peenebrücke hinausreichten.

Staus reichen bis auf das andere Peeneufer zurück

Der Verkehr staute sich vor allem in südlicher Richtung zeitweise nicht nur bis zur Peene, sondern die Warteschlange erstreckte sich zu Stoßzeiten über die Brücke hinweg bis nach Breechen. Auch an der im Süden gelegenen Kreuzung mit der Bundesstraße 110 herrschte ungewöhnlich großer Andrang, insbesondere an der Linksabbiegespur zur Autobahn 20.

Der Grund für diese unerwarteten Verkehrsprobleme lag auf der parallel verlaufenden Autobahn, wo dringende Reparaturarbeiten an der etwa 1110 Meter langen Flussbrücke über das Peenetal durchgeführt wurden. Speziell die Übergänge zum Festland mit ihren speziellen Metallkonstruktionen für Dehnungsfugen mussten dringend saniert werden.

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Harter Winter verschärfte die Schäden an der Brücke

Der Asphalt an diesen kritischen Stellen wies bereits seit längerer Zeit gravierende Schäden auf, die durch den langen und harten Winter noch weiter verstärkt wurden. Die frostigen Temperaturen hatten eine Beseitigung der Mängel bislang unmöglich gemacht, doch die für Donnerstag vorhergesagten Außentemperaturen versprachen endlich die notwendigen Bedingungen für die Reparaturarbeiten.

Die Autobahngesellschaft entschied sich daher kurzfristig, das Problem auf der am stärksten betroffenen Westseite der Brücke umgehend in Angriff zu nehmen. Die Ankündigung dieser Maßnahme erfolgte erst am Mittwoch, was viele Verkehrsteilnehmer überraschte.

Vollsperrung des Autobahnabschnitts in südlicher Richtung

Da die Arbeiten auf der gesamten Fahrbahnbreite stattfanden und keine Ausweichmöglichkeiten bestanden, ging die Reparatur mit einer Vollsperrung des etwa 4,4 Kilometer langen Abschnitts zwischen den Anschlussstellen Gützkow und Jarmen einher. Die Sperrung dauerte von 8 Uhr morgens bis weit in den Nachmittag hinein und betraf ausschließlich die Fahrtrichtung Süden.

In dieser Zeit wurde der Nord-Süd-Verkehr an der Anschlussstelle Gützkow abgeleitet, während die Zufahrten von den Nachbarstraßen gesperrt wurden. Die Umleitung war mit entsprechenden Beschilderungen gekennzeichnet und führte den Großteil des Verkehrs über die Landesstraße 35.

L35 als einzig verfügbare Alternative zur Peenequerung

Dies zog eine deutlich erhöhte Verkehrsbelastung auf der L35 nach sich, die weit und breit die einzige Alternative zur Querung des Peenetalmoores darstellt. Die nächsten Brücken befinden sich erst in Loitz, Demmin und Anklam, was die Bedeutung dieser Strecke unterstreicht.

Doch Jarmen bildet seit dem Spätsommer 2025 ohnehin schon ein Nadelöhr für den Verkehr, da das Straßenbauamt Neustrelitz die innerstädtische Hauptkreuzung mit der Landesstraße zu einem Kreisverkehr umgestaltet. Diese Baumaßnahme geht mit einer halbseitigen Sperrung und einer Baustellenampel einher, an der der Durchgangsverkehr nicht vorbeikommt.

Auffällig viele Lastkraftwagen im Stau

Entsprechend stockte der Verkehrsfluss an dieser Stelle immer wieder aufs Neue und produzierte so die langen Staus. Besonders auffällig war der hohe Anteil von Lastkraftwagen in den Warteschlangen, was die Situation zusätzlich verschärfte.

Nach gegenwärtigem Stand handelt es sich bei den Reparaturarbeiten zunächst um eine einmalige Angelegenheit. Die ähnlich gelagerten Arbeiten auf der Ostseite der A20-Brücke sollen erst nach der Wiederherstellung der durchgängigen Befahrbarkeit der Landesstraße in Jarmen erfolgen, was die Verkehrsteilnehmer vorerst beruhigen dürfte.

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