Spenden-Marathon: Dieser Mann rennt für Geld und gute Zwecke
Spenden-Marathon: Er rennt für Geld

Mathias Ehrich: Vom Kurzstreckenläufer zum Marathon-Spendenläufer

Knappe 200 Meter schaffte Mathias Ehrich bei seinem ersten Laufversuch. Heute sind es bis zu 4000 Kilometer pro Jahr, die der 63-Jährige aus Klein Trebbow in der Mecklenburgischen Seenplatte läuft. Doch Ehrichs Engagement geht weit über das reine Joggen hinaus: Er nimmt an Marathons auf der ganzen Welt teil und ist stolzer Träger der Six Majors-Medaille. Diese Auszeichnung erhalten Läufer, die innerhalb von zwölf Monaten die Marathons in New York, Boston, Chicago, London, Tokio und Berlin absolvieren.

Erst kürzlich reiste Ehrich zum Botswana-Marathon. Dank seines beruflichen Aufenthalts in Johannesburg, Südafrika, konnte er das Nachbarland in nur einer Stunde Flugzeit erreichen und an dem Wettbewerb teilnehmen.

Beruflicher Hintergrund: Technischer Leiter mit globalem Einsatz

Mathias Ehrich ist technischer Leiter bei CCL Label Meerane, einem kanadischen Unternehmen mit rund 200 Standorten weltweit. Der gelernte Drucker ist verantwortlich für den Bereich „Beverage und Batteries“ – also Etiketten für Getränke und Batterien. „Ich bin beruflich zu 80 Prozent nicht in Deutschland“, erklärt Ehrich. Seine Einsätze führen ihn regelmäßig nach Südafrika, Thailand, China, USA, Mexiko und Brasilien.

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Vor 15 Jahren zog der gebürtige Sachse nach Klein Trebbow, um mit seiner mecklenburgischen Frau zu leben. Seit 2017 nutzt er seine Auslandsaufenthalte für sportliche Aktivitäten. Nach einem anfänglichen Fehlschlag zu Hause ließ er sich nicht entmutigen: 2018 startete er seinen ersten Marathon in St. Petersburg. Seitdem steigerte er seine Leistungen kontinuierlich und hat mittlerweile 68 Läufe absolviert. Allein in diesem Jahr sind vier Marathons und fünf Halbmarathons geplant.

Laufen für den guten Zweck: 5 Euro pro Kilometer

Ehrichs Arbeitgeber unterstützt sein Engagement: Für jeden offiziell gelaufenen Kilometer spendet CCL Label fünf Euro. Diese Summe leitet Ehrich an verschiedene soziale Einrichtungen weiter. Hauptbegünstigter ist die Elternhilfe für krebskranke Kinder in Leipzig. Doch auch ein Kinderheim in Johannesburg, eine Schule in Meerane und eine Einrichtung in Mirow haben bereits von den Marathon-Euros profitiert.

„Das Spendengeld ist eine gute Motivation, viel zu laufen, auch wenn es schwerfällt“, gesteht der technische Direktor. Er hofft, dass weitere Mitarbeiter des Unternehmens dieses Modell nutzen. In diesem Jahr möchte Ehrich die 4000-Euro-Spendenmarke knacken. Mit jedem Schritt kommt er diesem Ziel näher – und hilft dabei Kindern in Not.

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