Kuriose Aktion in der Ostsee: Frau schwimmt zu gestrandetem Wal
Ein rätselhafter Vorfall hat sich am Sonntagabend, dem 12. April 2026, in der Wismarbucht vor der Insel Poel ereignet. Eine 58-jährige Frau aus Bayern sprang von einer Fähre in die kalten Fluten der Ostsee und schwamm gezielt in Richtung eines gestrandeten Buckelwals. Die Polizei wurde alarmiert und holte die Schwimmerin schließlich aus dem Wasser.
Polizei prüft rechtliche Konsequenzen und Gesundheitszustand
Nach ersten Informationen trug die Frau zwar einen Neoprenanzug, dennoch wird ihr Gesundheitszustand überprüft. „Es ist kalt im Wasser - auch mit Neopren“, erklärte eine Polizeisprecherin. Neben möglichen Unterkühlungserscheinungen stehen nun auch rechtliche Konsequenzen im Raum. Die Ermittlungen laufen, um zu klären, ob durch die eigenmächtige Aktion Gesetze verletzt wurden.
Zustand des gestrandeten Wals bleibt kritisch
Der Buckelwal, der bereits seit dem 31. März in der Wismarbucht liegt, befindet sich weiterhin in einem schlechten gesundheitlichen Zustand. Das Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommerns bestätigte, dass am Montagmorgen über das weitere Vorgehen beraten werden sollte. Die letzten Rettungsversuche wurden am 1. April eingestellt, um das Tier in Frieden gehen zu lassen, wie Umweltminister Till Backhaus (SPD) mitteilte.
Am Wochenende hatte es noch einen erfolglosen Rettungsversuch mit Walgesängen gegeben. Parallel dazu demonstrierten mehr als 80 Menschen in Kirchdorf auf der Insel Poel für die Rettung des Meeressäugers. Die emotionale Betroffenheit in der Bevölkerung ist groß, was möglicherweise auch die Motivation der Frau erklärt, die sich dem Wal nähern wollte.
Die genauen Umstände, warum die Frau zu dem Wal schwimmen wollte und was sie zu ihrer ungewöhnlichen Aktion sagt, bleiben vorerst unklar. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und wird sowohl den Gesundheitszustand der Frau als auch mögliche rechtliche Verstöße genau prüfen.



