Legal über das Eis: Wo Autos auf Ostsee-Eisstraßen unterwegs sind
In der vergangenen Woche haben spektakuläre Aufnahmen von Autos und Kettenfahrzeugen, die über die zugefrorene Ostsee fuhren, für großes Aufsehen gesorgt. Die Bilder lösten sowohl Zustimmung als auch Kritik aus, während Experten in Deutschland stets vor der Lebensgefahr beim Betreten von Eisflächen warnen. Doch für die Autofahrer im Video scheint es keine Alternative zu geben, als kilometerweit über das Eis zu fahren.
Warum das Befahren in einigen Ländern erlaubt ist
In Deutschland ist das Befahren von zugefrorenen Gewässern strikt verboten, doch in anderen europäischen Ländern wie Estland ist es unter bestimmten Bedingungen legal. Eine der bekanntesten Eisstraßen des Landes verbindet die Inseln Hiiumaa und Saaremaa über eine Strecke von etwa 17 Kilometern, die im Winter regelmäßig freigegeben wird. Auch in Schweden, Finnland, Kanada, den USA oder Russland entstehen jedes Jahr Eisstraßen auf zugefrorenen Seen und Meeresarmen, die teilweise sogar Fährverbindungen ersetzen.
Strenge Sicherheitsvorkehrungen und Kontrollen
Das Eis in diesen Regionen ist in der Regel deutlich dicker als in Deutschland, wobei für eine offizielle Eisstraße mindestens 25 Zentimeter Eisdicke erforderlich sind. Diese Straßen werden ständig von den Behörden kontrolliert und sind mit Verkehrsschildern ausgestattet, ähnlich wie normale Straßen. Neben den offiziellen Routen gibt es auch inoffizielle Pfade, die vor allem von Einheimischen genutzt werden. Nicht nur Autos sind dort unterwegs; auch Schlittschuhfahrer nutzen solche Abkürzungen über das Eis, wie beispielsweise in Finnland zu beobachten ist.
Die Diskussion um die Sicherheit und Legalität solcher Eisstraßen bleibt lebhaft, während die faszinierenden Bilder weiterhin für Aufmerksamkeit sorgen. Es zeigt sich, dass in einigen Teilen der Welt das Fahren über gefrorene Gewässer ein praktischer und kontrollierter Bestandteil des Winteralltags ist.



