Die Rettungsaktion für den Buckelwal, der wochenlang an der Ostseeküste festgesessen hatte, geht weiter. Am frühen Morgen übernahm das Schiff „Fortuna B“ den Schleppverband, der den Wal in einem Lastkahn Richtung Nordsee transportiert. Zuvor hatte der Schlepper „Robin Hood“ die Barge – ein schwimmendes Becken – am Ausgang der Kirchsee vor der Insel Poel übernommen und in die Wismarbucht gebracht.
Weiterfahrt in die offene Ostsee
Der Verband mit dem mit Wasser gefüllten Lastkahn und dem Buckelwal an Bord fuhr anschließend weiter hinaus auf die offene Ostsee. Begleitet wurde er von dem Mehrzweckschiff „Fortuna B“, das nun die Schleppaufgabe übernommen hat. Laut dem Schiffs-Ortungsdienst VesselFinder befand sich der Verband gegen 8.00 Uhr morgens östlich vor Fehmarn.
Route um Dänemark geplant
Nach den Plänen der privaten Initiative, die die Rettung organisiert, soll der Wal in einer mehrtägigen Aktion um die Nordspitze Dänemarks herum durch das Skagerrak in die Nordsee gebracht werden. Dort soll er dann freigelassen werden. Die genaue Route hängt von den Wetterbedingungen und der Strömung ab.
Experten sind sich jedoch unsicher, ob der Wal den Transport überstehen wird. Zudem ist fraglich, ob er in der Nordsee oder im Atlantik wieder in Freiheit leben kann. Wissenschaftler vermuten, dass der Buckelwal vor seiner Strandung immer wieder flaches Wasser aufgesucht hatte, weil er geschwächt war und sich ausruhen wollte. Die Rettungsaktion wird von zahlreichen Schaulustigen und Medien begleitet, die den Fortschritt verfolgen.



