Dramatische Rettungsaktion in Wismar: Verirrter Wal von Feuerwehr befreit
Wal-Rettung in Wismar: Dramatischer Einsatz beendet

Dramatische Rettungsaktion für verirrten Wal in Wismarer Hafen

Ein außergewöhnlicher Einsatz hat sich am 4. März 2026 im Wismarer Hafen abgespielt, als ein verirrter Wal aus einem 50 Meter langen Stellnetz befreit werden musste. Das sechs bis zehn Meter lange Tier war in die Wismarbucht gelangt und zog das massive Fischernetz hinter sich her, was eine mehrstündige Rettungsaktion erforderlich machte.

Mehrstündiger Marathon-Einsatz mit Spezialisten

Die Rettungsoperation dauerte insgesamt etwa viereinhalb Stunden und erforderte das Zusammenspiel verschiedener Fachkräfte. Neben der Wismarer Berufsfeuerwehr mit acht Einsatzkräften waren Meeresbiologen, die Organisation Sea Shepherd Deutschland, die Wasserschutzpolizei und das Wasser- und Schifffahrtsamt vor Ort. Die Feuerwehr brachte ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug, eine Drehleiter, den Gerätewagen-Tierrettung und ein Mehrzweckboot zum Einsatz.

Das Hauptproblem: Der Wal war in einer größeren Menge Netz verfangen, die auch seine Schwanzflosse (Fluke) beeinträchtigte. „Der Wal zog ein etwa 50 Meter langes Stellnetz hinter sich her“, berichteten Augenzeugen. Die Besatzung des Mehrzweckbootes konnte zunächst das Netz aufnehmen und sich dann Stück für Stück an das Tier heranarbeiten.

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Feuerwehr befreit Wal – mit einer Einschränkung

Durch das umsichtige Handeln der Einsatzkräfte gelang es schließlich, den Wal vom Hauptteil des Netzes zu befreien. Allerdings verblieben etwa drei Seile, die sich um das Vorderteil des Wales gewickelt hatten und nicht entfernt werden konnten. Selbst ein Taucher, der zeitweilig hinter dem Wal herschwamm, konnte diese restlichen Seile nicht lösen.

„Um den Wal nicht weiter zu stressen, wurden im weiteren Einsatzverlauf keine weiteren Versuche unternommen“, teilte die Hansestadt Wismar mit. Dennoch waren die Fachleute zuversichtlich: Laut ihren Aussagen war der Wal durch das Entfernen des Netzes und die schonende Vorgehensweise gut überlebensfähig und bis auf die stressigen Umstände wohlauf.

Wal verlässt Wismarbucht – mögliche Verbindung zu früheren Sichtungen

Nach der erfolgreichen Rettungsaktion konnte der Wal durch die Besatzung des Schiffes „Triton“ wieder aus der Wismarbucht geleitet werden. Inzwischen hat das Tier die Bucht verlassen.

Es ist nicht das erste Mal, dass sich ein Wal in die Ostsee verirrt. Nach Angaben der Deutschen Stiftung Meeresschutz war Anfang Januar in der Flensburger Förde ein Finnwal entdeckt worden, dessen Größe auf rund 17 Meter geschätzt wurde. Möglicherweise handelte es sich bei dem Wismarer Wal um dasselbe Tier, das bereits kurz vor Weihnachten 2025 im Kleinen Belt gesichtet worden war.

„Es war beeindruckend, diesen Einsatz zu sehen und wie unsere Feuerwehr mit dieser außergewöhnlichen Situation klargekommen ist“, sagte Wismars Pressesprecher Marco Trunk. Die dramatischen Bilder und der erfolgreiche Ausgang werden den beteiligten Feuerwehrleuten sicherlich lange in Erinnerung bleiben.

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