Rostocks historischer Wasserturm wird zur leuchtenden Attraktion
Das markante Wahrzeichen der Hansestadt Rostock, der historische Wasserturm in der Blücherstraße, steht im Mittelpunkt einer besonderen Veranstaltung am kommenden Wochenende. Der etwa 40 Meter hohe Turm, der vor über 120 Jahren errichtet wurde und bis Ende der 1950er-Jahre die Trinkwasserversorgung der Stadt sicherstellte, wird am Sonntag, dem 22. März, in ein strahlendes Licht getaucht.
Lichtspektakel zum Weltwassertag
Der Wasserversorger Nordwasser hat eine beeindruckende Lichtshow organisiert, die von 19 bis 21 Uhr stattfinden wird. Anlass ist der Weltwassertag, der seit 1993 jährlich am 22. März begangen wird und ursprünglich von den Vereinten Nationen ins Leben gerufen wurde. Während dieser zwei Stunden verwandelt sich der neugotische Backsteinbau in ein „strahlendes Symbol für nachhaltige Wasserversorgung“, wie Nordwasser mitteilt.
Die Veranstaltung bietet jedoch mehr als nur ein visuelles Spektakel. Experten werden vor Ort sein, um interessierten Besuchern Einblicke in die aufwendige Sanierung des Turms zu geben. In den vergangenen Jahren wurden umfangreiche Renovierungsarbeiten durchgeführt, die mehrere Millionen Euro kosteten und sich über einen längeren Zeitraum erstreckten. Diese Maßnahmen waren notwendig geworden, nachdem durch eine mangelhafte Erneuerung in den 1990er-Jahren Feuchtigkeit in das Bauwerk eingedrungen war.
Fachvorträge und historische Einblicke
Neben der Sanierungsgeschichte werden die Fachleute auch über aktuelle Themen der Trinkwasserversorgung informieren. Dazu gehören:
- Die Qualität des Rostocker Trinkwassers
- Maßnahmen zur Versorgungssicherheit
- Nachhaltige Aspekte der Wasserversorgung
- Die historische Funktion des Wasserturms
Der Turm diente früher mit seinem Wasserbehälter der Trinkwasserversorgung der Stadt, wobei der Höhenunterschied für einen gleichbleibenden Wasserdruck in den Leitungen sorgte. Über die Jahrzehnte hatte die Zeit jedoch an dem ikonischen Bauwerk genagt, was die jüngste Sanierung erforderlich machte.
Die Veranstaltung am Sonntagabend verspricht somit eine gelungene Mischung aus Unterhaltung und Bildung. Besucher können nicht nur das beeindruckende Lichtspektakel bewundern, sondern sich auch fundiert über Wasserversorgung und Denkmalpflege informieren. Der Eintritt ist frei, und alle Interessierten sind herzlich willkommen.



