Sachsen-Anhalt: Hundezahl steigt auf 184.000 - Beißvorfälle sinken deutlich
Sachsen-Anhalt: Mehr Hunde, weniger Beißvorfälle

Sachsen-Anhalt verzeichnet steigende Hundepopulation bei sinkenden Beißvorfällen

Im Bundesland Sachsen-Anhalt zeigt sich eine bemerkenswerte Entwicklung: Während die Zahl der gemeldeten Hunde kontinuierlich ansteigt, geht die Anzahl der registrierten Beißvorfälle deutlich zurück. Diese positive Entwicklung wird maßgeblich auf das verantwortungsvolle Verhalten der Hundehalterinnen und Hundehalter zurückgeführt.

Hunderegister verzeichnet deutlichen Anstieg der Vierbeiner

Laut aktuellen Daten des Landesverwaltungsamtes waren zu Beginn des Jahres 2026 rund 184.000 Hunde im offiziellen Hunderegister von Sachsen-Anhalt erfasst. Im Vergleich zum Vorjahr mit etwa 181.900 registrierten Tieren bedeutet dies einen spürbaren Zuwachs. Das Hunderegister dient nicht nur der statistischen Erfassung, sondern bietet auch wichtige Einblicke in die beliebtesten Hunderassen der Region.

Seit nunmehr 17 Jahren führt der Labrador Retriever die Liste der beliebtesten Haushunde in Sachsen-Anhalt an. Auf den weiteren Plätzen folgen der Deutsche Schäferhund und der lebhafte Jack Russell Terrier. Diese langjährige Präferenz zeigt die konstante Beliebtheit bestimmter Rassen bei den Bewohnern des Bundeslandes.

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Beißvorfälle erreichen niedrigsten Stand seit Jahren

Parallel zum Anstieg der Hundepopulation verzeichnet Sachsen-Anhalt eine erfreuliche Entwicklung bei den Beißvorfällen. Im Jahr 2025 wurden lediglich 84 registrierte Beißvorfälle gemeldet, was den ersten zweistelligen Wert seit dem Jahr 2017 darstellt. Zum Vergleich: Im Vorjahr 2024 waren noch 115 Attacken dokumentiert worden.

Thomas Pleye, Präsident des Landesverwaltungsamtes, kommentierte diesen rückläufigen Trend mit folgenden Worten: „Hier spielen vor allem Umsicht und Verantwortungsbewusstsein der Hundehalterinnen und -halter eine zentrale Rolle.“ Diese Aussage unterstreicht die Bedeutung einer verantwortungsvollen Hundeerziehung und -haltung für die öffentliche Sicherheit.

Detaillierte Analyse der Beißvorfälle

Eine genauere Betrachtung der 84 Beißvorfälle aus dem Jahr 2025 zeigt folgende Verteilung:

  • In 58 Fällen bissen Hunde Menschen
  • 23 Attacken richteten sich gegen andere Hunde
  • Dreimal wurden andere Tiere gebissen
  • In 13 Fällen entstand ein Sachschaden

Es ist wichtig zu beachten, dass einige Tiere bei den dokumentierten Vorfällen mehrfach zubissen, was die Gesamtzahl der Bisse von der Anzahl der Vorfälle unterscheidet. Diese detaillierte Aufschlüsselung ermöglicht eine gezielte Analyse der Risikosituationen und kann zu weiteren Präventionsmaßnahmen beitragen.

Die positive Entwicklung in Sachsen-Anhalt demonstriert, dass eine steigende Hundepopulation nicht automatisch mit einer Zunahme von Beißvorfällen einhergehen muss. Vielmehr zeigt sie, wie wichtig Aufklärung, verantwortungsvolle Haltung und konsequente Erziehung für ein sicheres Miteinander von Mensch und Tier sind.

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