Grippewelle in Sachsen klingt ab - RS-Virus auf dem Vormarsch
Grippewelle in Sachsen klingt ab, RS-Virus steigt

Grippewelle in Sachsen klingt ab - RS-Virus auf dem Vormarsch

Die Grippewelle in Sachsen scheint ihren Höhepunkt überschritten zu haben. Laut dem aktuellen Wochenbericht der Landesuntersuchungsanstalt (LUA) in Chemnitz lagen die gemeldeten Influenza-Fallzahlen in der vergangenen Woche 27 Prozent unter denen der Vorwoche. Fachleute weisen jedoch darauf hin, dass die Entwicklung nach den sächsischen Winterferien noch abzuwarten bleibt.

Altersgruppen und Todesfälle

Alle Altersgruppen sind weiterhin von der Grippe betroffen, wobei besonders Kleinkinder, Grundschulkinder und ältere Erwachsene anteilig infiziert sind. Die Gesundheitsämter meldeten die meisten Erkrankungen in Kindereinrichtungen, Seniorenheimen und Krankenhäusern. Seit Beginn der Grippesaison Ende September wurden landesweit 25.647 Influenza-Fälle registriert, mit 139 Todesfällen aufgrund bestätigter Grippeerkrankungen. Unter den Verstorbenen befinden sich ein schwer vorerkranktes dreijähriges Kind sowie überwiegend hochbetagte Patientinnen und Patienten im Alter zwischen 53 und 101 Jahren. Sechs der Todesopfer hatten eine aktuelle Influenza-Impfung erhalten.

Anstieg der RSV-Infektionen

Parallel zum Rückgang der Grippefälle nehmen die Infektionen mit dem Respiratorischen Synzytial-Virus (RSV) zu, das besonders für Säuglinge und Kleinkinder gefährlich ist. Der Anstieg lag in der vergangenen Woche bei 19 Prozent. Erwartungsgemäß sind Kleinkinder stark betroffen, aber auch viele ältere Erwachsene erkranken. Häufig sind Kindereinrichtungen und Krankenhäuser betroffen. Seit Beginn der Grippesaison wurden fünf RSV-bedingte Todesfälle bei Menschen im Alter zwischen 81 und 95 Jahren erfasst.

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Rolle des Coronavirus

Das Coronavirus SARS-CoV-2 spielt derzeit eine eher untergeordnete Rolle. Die Infektionszahlen gingen in der vergangenen Woche um 34 Prozent zurück, wobei die meisten Erkrankungen bei Erwachsenen und Senioren registriert wurden. Allerdings steigt der Anteil der Nachweise einer Covid-19-Erkrankung bei Kleinkindern. Seit Ende September wurden 11.051 Infektionen mit dem Coronavirus in Sachsen erfasst, mit 133 Todesfällen. Die Betroffenen waren im Durchschnitt 86 Jahre alt.

Insgesamt zeigt der Bericht, dass während die Grippewelle abklingt, das RS-Virus eine zunehmende Herausforderung darstellt, insbesondere für vulnerable Gruppen wie Kleinkinder und Senioren. Die Gesundheitsbehörden bleiben wachsam, um die Entwicklung im Auge zu behalten.

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