Sachsen investiert Millionen in zukunftssichere Wasserversorgung gegen Klimaextreme
Anlässlich des Weltwassertags hat Sachsen umfassende Maßnahmen zur Sicherung der Wasserversorgung vorgestellt. Umweltminister Georg-Ludwig von Breitenbuch (CDU) betonte bei einem Besuch der Talsperre Gottleuba die Dringlichkeit, die kostbare Ressource Wasser nachhaltig zu schützen und den Umgang mit den verfügbaren Vorkommen zukunftssicher sowie krisenfest zu gestalten. „Das ist angesichts häufiger auftretender Wetterextreme und wachsender Nutzungsinteressen die Aufgabe der Stunde“, erklärte der Politiker.
Handlungsprogramm „Zukunft Wasser für Sachsen“ als Antwort auf Klimawandel
Bereits 2024 hatte die sächsische Staatsregierung das Handlungsprogramm „Zukunft Wasser für Sachsen“ beschlossen. Dieses Programm berücksichtigt die vielfältigen Herausforderungen durch Hochwasser, Starkregen und Dürreperioden, die mit großer Hitze einhergehen. Gleichzeitig adressiert es den steigenden Wasserbedarf, der durch Industrie, Tourismus und in den Bergbaufolgeregionen entsteht. Die Maßnahmen zielen darauf ab, sowohl die Versorgungssicherheit als auch den Umweltschutz der Gewässer langfristig zu gewährleisten.
Neues Konzept zum Niedrigwasserrisikomanagement in Arbeit
Derzeit wird ein spezielles Konzept zum Niedrigwasserrisikomanagement erarbeitet, das den prognostizierten Rückgang des Wasserangebots bei gleichzeitig steigenden Anforderungen aus Land- und Forstwirtschaft, Industrie und Bevölkerung in den Blick nimmt. Zu den geplanten Maßnahmen gehören:
- Der Aufbau einer webbasierten Dürre- und Niedrigwasserrisikoplattform
- Die Schaffung methodischer Grundlagen für den Wasserrückhalt in der Fläche
- Die Umsetzung konkreter Projekte zur Verbesserung der Infrastruktur
Das Konzept soll noch in diesem Jahr abgeschlossen werden, woraufhin die Maßnahmen zügig umgesetzt werden sollen, wie der Minister betonte.
6,7 Millionen Euro Bundesmittel für sichere Wasserversorgung
In den vergangenen fünf Jahren hat die Landesdirektion Sachsen (LDS) insgesamt 6,7 Millionen Euro Bundesmittel genehmigt, um die Wasserversorgung im Freistaat zu sichern. Diese Gelder stammen aus dem Wassersicherstellungsgesetz und dienen dazu, die Versorgungssicherheit auch in Katastrophenzeiten abzusichern. „Gerade in Katastrophenfällen ist eine verlässliche Wasserversorgung lebenswichtig – sie sichert die Grundversorgung der Bevölkerung“, sagte LDS-Präsident Béla Bélafi.
Mit den bereitgestellten Mitteln wurden bereits zahlreiche Projekte realisiert:
- Instandsetzung alter Rohwasserfassungen
- Aufbau von Notstromversorgungen für Einzelanlagen
- Anschaffung von Wassertransportanhängern
Diese Investitionen sollen nicht nur die sichere Versorgung von Bevölkerung und Wirtschaft garantieren, sondern auch den Umweltschutz der Gewässer gewährleisten. Die Kombination aus finanziellen Mitteln und strategischen Konzepten unterstreicht Sachsens Engagement, die Wasserversorgung angesichts des Klimawandels und wachsender Nutzungsansprüche nachhaltig zu stärken.



