Deutsches Basketball-Talent triumphiert bei legendärem College-Finale
Ein historischer Moment für den deutschen Basketball: Der 22-jährige Malick Kordel aus Oberhausen hat mit den Michigan Wolverines das prestigeträchtige College-Finale der "March Madness" gewonnen. Vor etwa 70.000 begeisterten Zuschauern im NFL-Stadion der Indianapolis Colts setzte sich sein Team gegen die Huskies der Universität Connecticut mit 69:63 durch.
Erster deutscher Titelträger seit einem Jahrzehnt
Kordel ist damit der erste deutsche Spieler seit Niels Giffey (34) und Leon Tolksdorf (32), die beide 2014 mit UConn die College-Meisterschaft holten, der diesen begehrten Titel erringen konnte. Obwohl der gebürtige Oberhausener im Endspiel selbst keine Einsatzminuten erhielt, konnte er am Ende dennoch ausgelassen jubeln. Zwei weitere Deutsche im Team, Eric Reibe (19) und Dwayne Koroma (24), verpassten dagegen die große Titel-Chance. Reibe stand immerhin fünf Minuten auf dem Court, während Koroma die gesamte Spielzeit draußen bleiben musste.
Michigan beendet lange Durststrecke
Für die Michigan Wolverines bedeutet dieser Sieg die erste Meisterschaft seit dem Jahr 1989. Nach vier verlorenen Endspielen in Folge konnten sie nun endlich wieder triumphieren. Zuletzt standen die Wolverines 2018 mit dem deutschen Spieler Moritz Wagner (28) im Finale, damals unterlagen sie jedoch Villanova mit 62:79. Diesmal entwickelte sich das Spiel zu einem echten Nervenkrimi, bei dem beiden Teams der immense Druck deutlich anzumerken war.
Die Statistiken zeigen, wie knapp und hart umkämpft die Partie war: UConn verwandelte lediglich 9 von 33 Drei-Punkte-Versuchen, während Michigan sogar noch schlechter traf. Die Wolverines trafen nur 2 ihrer 15 Dreier-Würfe, fanden aber dennoch einen Weg, die Partie für sich zu entscheiden.
Trainer-Statements zum denkwürdigen Sieg
Michigan-Trainer Dusty May (49) zeigte sich nach dem Spiel überwältigt: "Wenn du mir gesagt hättest, dass wir so schlecht werfen und unter dem Korb dominiert werden würden und trotzdem einen Weg finden würden, zu gewinnen, weiß ich nicht, ob ich dir geglaubt hätte. Dieses Team hat die ganze Saison über einfach immer einen Weg gefunden."
Auch UConn-Coach Dan Hurley (53), der bereits 2023 und 2024 das Turnier mit seinem Team gewinnen konnte, zollte dem Gegner Respekt: "Die sind echt stark. Sie haben den Titel definitiv verdient. Sie sind in diesem Jahr ganz klar die beste Mannschaft des Landes."
Der Sieg von Malick Kordel markiert nicht nur einen persönlichen Höhepunkt für den jungen Deutschen, sondern unterstreicht auch die wachsende Bedeutung deutscher Talente im internationalen Basketball. Während die Wolverines ihre lange Titel-Durststrecke beendet haben, beginnt für Kordel nun möglicherweise der Aufstieg in die professionellen Ligen.



