Im Spitzenspiel der Premier League zwischen Manchester United und dem FC Liverpool sorgte ein Tor von Benjamin Sesko für große Diskussionen. Der slowenische Stürmer traf in der 14. Minute zum umstrittenen 2:0 für die Red Devils. Sky-Experte Didi Hamann zeigte sich fassungslos über die Anerkennung des Treffers.
Umstrittener Treffer: Ball an der Hand?
Nach einem Kopfball-Abpraller von Bruno Fernandes sprang der Ball an die Hüfte des vor dem Tor stehenden Sesko und von dort vermeintlich an die ausgespreizten Finger. In der Zeitlupe war eine Richtungsveränderung der Kugel zu erkennen. Anschließend drückte der Angreifer den Ball über die Linie. Schiedsrichter Darren England gab den Treffer zunächst, obwohl die Liverpooler Spieler heftig protestierten. Auch der Video Assistant Referee (VAR) hatte keine Einwände und bestätigte das Tor.
Hamann: „Absolutes Rätsel“
Didi Hamann konnte diese Entscheidung nicht nachvollziehen. „Das ist für mich ein absolutes Rätsel, wenn man sich das anschaut und das nicht zu sehen“, sagte der Experte. Er betonte, dass das Regelwerk eine Handberührung unmittelbar vor einer Torerzielung verbietet. „Ob die Regel richtig ist oder nicht, das ist zweitrangig, aber du siehst, dass der Ball die Hand berührt“, analysierte Hamann.
Manchester United hatte zuvor durch Matheus Cunha (6.) bereits mit 1:0 geführt und zeigte eine starke erste Hälfte. Der FC Liverpool agierte zu passiv, während die Red Devils mit Spielfreude glänzten. Nach der Pause kamen die Gäste jedoch besser ins Spiel: Dominik Szoboszlai (47.) und Cody Gakpo (56.) trafen zum 2:2-Ausgleich. Das Spiel blieb bis zum Ende spannend.
Die Diskussion um Seskos Tor wird die Premier League noch länger beschäftigen. Während die United-Fans den Treffer feierten, sahen viele Experten und Liverpool-Anhänger eine klare Regelverletzung. Die Debatte um die Handspielregel und den VAR-Einsatz ist damit neu entfacht.



