Ein Kommentar von Florian Weiß, AZ-Sport-Vize.
Ein vielversprechender Anfang
Vor einem Monat schien die Deutsche Eishockey Liga (DEL) endlich die notwendige Härte zu zeigen. Fabio Wagner vom EHC Red Bull München wurde nach einem folgenschweren Check gegen den Kopf von Ingolstadts Edwin Tropmann für 14 Spiele gesperrt. Die Botschaft war klar: Checks gegen den Kopf werden nicht toleriert. Die Liga hatte sich endlich zu einer strengen Linie durchgerungen, die viele Experten und Fans seit langem gefordert hatten.
Die Ernüchterung einen Monat später
Doch nun, nur vier Wochen später, ist von dieser Härte nichts mehr zu erkennen. Die DEL hat ihre Glaubwürdigkeit verspielt. Statt konsequent gegen gefährliche Aktionen vorzugehen, zeigen die Verantwortlichen wieder die alte Laschheit. Jüngste Vorfälle wurden milde bestraft oder gar nicht erst geahndet. Die klare Ansage von damals scheint vergessen.
Ein Armutszeugnis für die Liga
Für die Spieler und Fans ist das enttäuschend. Sie hatten gehofft, dass die Sperre gegen Wagner ein Wendepunkt sein würde. Stattdessen kehrt die DEL zu ihrer alten, inkonsequenten Linie zurück. Das ist ein Armutszeugnis. Die Glaubwürdigkeit der Liga steht auf dem Spiel. Wenn die DEL nicht bereit ist, langfristig durchzugreifen, werden die gefährlichen Checks nicht aufhören. Die Spieler brauchen klare Regeln und konsequente Strafen, nicht nur einmalige Aktionen.
Es bleibt zu hoffen, dass die Verantwortlichen aus diesem Fehler lernen und die harte Linie wieder aufnehmen. Die Gesundheit der Spieler muss oberste Priorität haben.



