Gehfußball erobert Feldberg: Sanfte Bewegung für die Generation 50+
Im Feldberger Sportverein bahnt sich eine sportliche Revolution für die ältere Generation an. Mit 424 Mitgliedern ist der Verein bereits gut aufgestellt, doch nun soll eine besondere Disziplin das Angebot erweitern: Gehfußball, eine Variante des Fußballs, die speziell für Männer und Frauen über 50 konzipiert ist.
Einfache Regeln, große Wirkung
Die Grundregeln des Gehfußballs sind schnell erklärt, erfordern aber für eingefleischte Fußballer einige Umgewöhnung. Gehen statt rennen lautet die oberste Devise – wer diese missachtet, wird sofort abgepfiffen. Zusätzlich muss stets ein Fuß den Boden berühren, und der Ball darf nicht über Hüfthöhe gespielt werden.
„Diese Regeln konsequent umzusetzen, fiel einigen unserer erfahrenen Fußballspieler zunächst schwer“, berichtet Vereinsvorsitzender Werner Zimmermann. Dennoch zeigten sich die Teilnehmer des ersten Probetrainings in Feldberg nach anfänglicher Skepsis begeistert. Die Sportler kamen nicht nur aus der Feldberger Seenlandschaft, sondern auch aus Wesenberg und Wokuhl.
Gesundheitliche Vorteile im Fokus
Obwohl einige Teilnehmer am Folgetag unter Muskelkater litten, betont Zimmermann die geringe Verletzungsgefahr dieser Sportart. „Für viele unserer ‚alten Herren‘ – also Fußballer der fortgeschrittenen Altersklasse – eröffnet Gehfußball die Möglichkeit, ihren Lieblingssport wieder auszuüben“, erklärt der Vorsitzende.
Das primäre Ziel ist klar definiert: Ältere Menschen sollen wieder zu regelmäßiger Bewegung motiviert werden. Dabei spielt nicht nur die körperliche Aktivität eine Rolle, sondern auch das Gemeinschaftserlebnis und der soziale Zusammenhalt, der durch das Mannschaftsspiel gefördert wird.
Verein sucht engagierte Mitstreiter
Um eine regelmäßige Gehfußball-Gruppe zu etablieren, benötigt der Feldberger Sportverein noch weitere Interessenten. Mindestens zehn bis zwölf Männer und Frauen sollten sich finden, die Lust auf diese sanfte Sportart haben. Da pro Mannschaft fünf Spieler benötigt werden, könnten so zwei Teams gebildet werden.
Besonders wichtig ist dem Verein auch die Suche nach einer Betreuungsperson, die das Training organisiert und leitet. Gehfußball kann zwar in der Halle gespielt werden, ist aber grundsätzlich als Draußensport konzipiert.
Nachwuchssorgen trotz guter Basis
Während der Verein mit 170 Kindern im Jugendbereich eine solide Basis hat, sieht sich der Feldberger Sportverein mit typischen Altersproblemen konfrontiert. „Wenn unsere Jugendlichen in das Alter für Berufsausbildung oder Studium kommen, verlassen viele den Ort“, erläutert Zimmermann. Dadurch sei die Altersgruppe der jungen Erwachsenen im Verein unterrepräsentiert.
Nicht nur für den Gehfußball sucht der Verein daher engagierte Mitglieder. Auch im Leitungsbereich und in der Jugendbetreuung werden dringend neue Kräfte benötigt. Interessierte finden alle Kontaktdaten auf der Internetseite des Feldberger Sportvereins.



