Leon Draisaitl, der verletzungsbedingt nicht an der Eishockey-Weltmeisterschaft in der Schweiz teilnehmen kann, stattete am Samstag dem Feldhockey einen Besuch ab. Der 30-jährige Superstar der Edmonton Oilers verfolgte das erste Viertelfinalspiel der Bundesliga-Playoffs zwischen dem Crefelder HTC und dem Hamburger Polo Club.
Unterstützung für den Schwager
Hintergrund seines Erscheinens war die Unterstützung für seinen Schwager Niklas Wellen. Der 31-jährige Hockey-Weltmeister von 2023 und Vize-Olympiasieger von 2024 ist mit Draisaitls Schwester Kim liiert. Wellen bestritt gegen Hamburg sein letztes Heimspiel, bevor er im Sommer seine Karriere beendet. Draisaitls Daumendrücken half: Der HTC siegte in einem packenden Duell mit 5:4.
Playoff-Situation
In der Best-of-Three-Serie muss der HTC nun zweimal auswärts in Hamburg antreten. Sollte ein weiterer Sieg gelingen, wäre die Mannschaft für das Final 4 Ende Mai in Bonn qualifiziert.
Warum Draisaitl Zeit hatte
Dass Draisaitl überhaupt Zeit für den Hockey-Besuch hatte, lag zum einen am frühen Ausscheiden der Edmonton Oilers im Achtelfinale der NHL-Playoffs gegen die Anaheim Ducks mit 2:4. Im Halbzeit-Interview mit Dyn, geführt von Dirk Wellen, dem Vater von Niklas und ersten Vorsitzenden des HTC, sagte Draisaitl: „Jedes Jahr will man den Stanley Cup gewinnen, und jedes Jahr, in dem es nicht funktioniert, ist es sehr enttäuschend.“ Die Konsequenz: Vor wenigen Tagen wurde sein Trainer Kris Knobloch entlassen.
Zudem stand frühzeitig fest, dass Draisaitl nicht bei der WM für Deutschland auflaufen wird. Nach einer langen Saison war der Top-Star nicht bei 100 Prozent und laboriert seit März an einer Knieverletzung.
Ablenkung in der Heimat
Eine günstige Gelegenheit also für etwas Ablenkung in der Heimat. Draisaitl: „Ich freue mich, jetzt hier zu sein und im Sommer etwas mehr Zeit in Deutschland zu verbringen und ein bisschen mehr Zeit für die Familie zu haben.“



