Eishockey-Halbfinale komplett: Eisbären Berlin und München triumphieren in Playoff-Derbys
Die Deutsche Eishockey Liga (DEL) hat ihre Halbfinalpaarungen endgültig festgelegt. Sowohl der amtierende Meister Eisbären Berlin als auch der EHC Red Bull München haben sich in spannenden Viertelfinal-Duellen durchgesetzt und damit die letzten beiden Plätze in der Runde der besten Vier gesichert.
Münchens überzeugender Sieg im Bayern-Derby
Im sechsten Spiel der Best-of-Seven-Serie setzte sich der EHC Red Bull München beim ERC Ingolstadt mit einem deutlichen 7:3 (1:2, 3:1, 3:0) durch und beendete die Serie mit 4:2 Siegen. Das Bayern-Derby entwickelte sich in den ersten beiden Dritteln zu einem äußerst torreichen und wechselhaften Schlagabtausch, bei dem die Führung mehrfach den Besitzer wechselte.
Den entscheidenden Wendepunkt markierte Chris DeSousa mit seinem Treffer in der 32. Minute zum 4:3 für München, auf den die Gastgeber aus Ingolstadt keine adäquate Antwort mehr fanden. Nationalspieler Tobias Rieder krönte die Leistung seiner Mannschaft in der 48. Minute mit einem überragenden Sololauf, der das Ergebnis auf 5:3 brachte und praktisch die Vorentscheidung bedeutete.
Für den erfahrenen Routinier war dies bereits sein sechster Playoff-Treffer in dieser Saison – ein Ligabestwert, der seine herausragende Form unterstreicht. In der Schlussphase erhöhten Alberts Smits (55.) und erneut Chris DeSousa (58.) noch auf das Endresultat von 7:3 und besiegelten damit Münchens Einzug ins Halbfinale.
Eisbären Berlin siegen nach nervenaufreibender Verlängerung
Die Eisbären Berlin mussten sich ihren Halbfinaleinzug deutlich schwerer erkämpfen. Gegen die Straubing Tigers setzten sie sich erst in der Verlängerung mit 6:5 (2:1, 3:2, 0:2) durch und sicherten sich damit den vierten Sieg in der Serie. Markus Vikingstad wurde in der 76. Spielminute zum Matchwinner für die Hauptstädter.
Die Partie verlief äußerst wechselhaft: Die Berliner gaben sowohl einen 3:1-Vorsprung als auch eine 5:3-Führung in der regulären Spielzeit noch aus der Hand, bevor sie in der Extrazzeit die entscheidende Treffer erzielten. Dieser Erfolg unterstreicht einmal mehr die beeindruckende Playoff-Bilanz von Trainer Serge Aubin, der seit seinem Amtsantritt in Berlin im Jahr 2019 alle 13 Playoff-Serien gewonnen hat.
Unter seiner Führung holten die Eisbären in den vergangenen fünf Jahren viermal den DEL-Meistertitel. Lediglich in der aufgrund der Corona-Pandemie vorzeitig abgebrochenen Saison 2019/20 und in der Spielzeit 2022/23, als der Rekordmeister die K.o.-Runde verpasste, blieb der Titelgewinn aus.
Spannende Halbfinalpaarungen stehen fest
Mit diesen Ergebnissen sind die Halbfinalbegegnungen der DEL-Playoffs nun komplett. Die Eisbären Berlin treffen ab Mittwoch im ersten von sieben möglichen Spielen auf den Hauptrundensieger Kölner Haie. Diese Begegnung verspricht ein packendes Duell zwischen dem amtierenden Meister und dem besten Team der regulären Saison.
Der EHC Red Bull München hingegen bekommt es in der anderen Halbfinalpartie mit den Adler Mannheim zu tun. Beide Mannschaften gelten als absolute Top-Teams der Liga und versprechen hochklassigen Eishockeysport auf höchstem Niveau. Die Fans dürfen sich auf packende und emotional geladene Begegnungen in der entscheidenden Phase der Saison freuen.



