Spannung pur in der Deutschen Eishockey Liga (DEL): Die Eisbären Berlin haben den ersten Matchpuck im Finale gegen die Adler Mannheim vergeben. Vor 14.200 Zuschauern in der Hauptstadt unterlagen die Berliner mit 3:4 nach Verlängerung. Damit steht es in der Best-of-Seven-Serie nur noch 3:1 für den Titelverteidiger. Am Sonntag (16.30 Uhr, MagentaSport) geht es zum vierten Spiel nach Mannheim.
Unglückliche Strafe bringt Wendepunkt
Der entscheidende Moment des Spiels war eine unnötige Strafe von Eisbär Markus Niemeläinen. Der Finne, der neu in den Kader gerückt war, foulte einen Gegenspieler mit hohem Stock und verletzte ihn dabei. Die daraus resultierende Überzahl nutzten die Adler zum 3:2-Anschlusstreffer. Von da an lag das Momentum bei den Gästen. Drei Minuten vor Schluss gelang Mannheim der Ausgleich, und in der zweiten Verlängerung sorgte Luke Esposito mit dem Siegtreffer für die Entscheidung.
TV-Experte: Mannheim hat Schwung, aber die Serie drehen sie nicht
BILD fragte TV-Experte Rick Goldmann (50, MagentaSport, ARD), ob dieser Sieg die Wende in der Serie bedeuten könnte. Goldmann: „Mannheim hat durch diesen Overtime-Sieg in Berlin viel Schwung geholt. Dennoch glaube ich nicht, dass die Adler die Serie drehen.“ Immerhin haben die Eisbären noch drei Matchpucks für den dritten Titelgewinn in Folge. Mit einem Augenzwinkern fügte Goldmann hinzu: „Die Eisbären haben noch drei Schüsse, ich habe es bei meiner Frau mit einem geschafft und sie war schwanger...“
Wissmann-Sperre als Faktor
Goldmann verwies auch auf das Fehlen von Berlins gesperrtem Kapitän Kai Wissmann. „Mit dem Abwehrduo Jonas Müller und Kai Wissmann herrschte Stabilität in der Berliner Defensive. Als Kai in der Saison verletzt war, lief es lange Zeit auch nicht.“ Wissmann wurde wegen eines üblen Fouls in Spiel drei gesperrt.
Mannheim mit starkem Powerplay
Die Lehre für Berlin lautet: Strafminuten unbedingt vermeiden. Im Powerplay sind die Adler brandgefährlich. Sie werden alles versuchen, um die völlige Wende in dieser packenden Play-off-Serie zu schaffen. Es wäre eine Sensation – noch nie ist es einer Mannschaft gelungen, einen 0:3-Rückstand in einen 4:3-Seriengewinn zu drehen.



