Eisbären-Meisterparty vertagt: Mannheim erzwingt fünftes DEL-Finale
Mannheim erzwingt fünftes DEL-Finale gegen Berlin

Die Adler Mannheim haben die Meisterparty der Eisbären Berlin in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) vorerst verhindert und ein fünftes Finalspiel erzwungen. Nach einem 1:3-Rückstand drehte Mannheim am Donnerstagabend das Spiel und siegte 4:3 (0:0, 1:2, 2:1, 0:0, 1:0) nach Verlängerung. Die ersten drei Partien der Best-of-seven-Serie hatte der Serienmeister aus Berlin jeweils deutlich mit 7:3, 5:1 und 5:1 für sich entschieden.

Doch diesmal wurde Mannheim für seine beeindruckende Moral belohnt. Luke Esposito erzielte das entscheidende Tor in der vierten Minute der zweiten Verlängerung. In der regulären Spielzeit trafen Lester Lancaster (23. Minute), Liam Kirk (28.) und Markus Vikingstad (47.) vor 14.200 Zuschauern in der ausverkauften Arena am Ostbahnhof für Berlin, während Nicolas Mattinen (32.), Zach Solow (53.) und Alexander Ehl (57.) für die Adler erfolgreich waren.

Serie verkürzt: Berlin führt nur noch 3:1

Im Duell der beiden erfolgreichsten Clubs der DEL-Geschichte steht es nun 3:1 nach Siegen für die Eisbären, die in der Hauptrunde lediglich den sechsten Platz belegt hatten. Ihren zwölften Meistertitel können die Berliner nun am Sonntag (16.30 Uhr, MagentaSport) in Mannheim perfekt machen. Die Adler haben jedoch gezeigt, dass sie nicht aufgeben.

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Mannheim mit neuem Torhüter und verbesserter Leistung

Nach den deutlichen Niederlagen in den ersten Finalspielen versuchte Mannheim von Beginn an alles, um das Blatt zu wenden. Engagiert und mit viel Energie vermied der Hauptrunden-Zweite diesmal einen Fehlstart. Trainer Dallas Eakins überraschte zudem mit der Aufstellung von Johan Christer Mattsson im Tor anstelle von Nationalkeeper Maximilian Franzreb. Der Schwede hielt sein Tor zunächst sauber. Zum ersten Mal in dieser Finalserie gelang Berlin, das auf den gesperrten Kapitän Kai Wissmann verzichten musste, kein Tor im ersten Drittel.

Der erste Treffer fiel zu Beginn des zweiten Drittels in Überzahl. Lancaster erlöste das Publikum mit seinem Führungstreffer, das von Anfang an für eine besondere Atmosphäre sorgte. In Erwartung des erneuten Titels waren viele Fans mit gebastelten Plakaten oder Meisterpokalen in die Halle gekommen. Jede Aktion auf dem Eis wurde noch lauter und intensiver begleitet als sonst.

Die Partystimmung wurde nach dem 2:0 und 3:1 noch intensiver. Doch Mannheim kämpfte bravourös, kam in Überzahl zurück und sicherte die Verlängerung, in der die Entscheidung erst in der 84. Minute des gesamten Spiels fiel. Der Sieg gibt den Adlern neue Hoffnung für das fünfte Spiel in eigener Halle.

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