Aleix García: „Jetzt ist der Moment, kritisch mit uns selbst zu sein“ – Leverkusens Mittelfeldstratege im Interview
Aleix García: Leverkusens Mittelfeldstratege im Interview

Aleix García: Leverkusens Schlüsselspieler im Fokus

Aleix García hat sich bei Bayer Leverkusen zur zentralen Figur im Mittelfeld entwickelt. Die wechselhafte Form der Werkself in der Rückrunde konnte aber auch er bislang nicht stabilisieren. Woran das liegt und welche Ziele in dieser Spielzeit noch erreichbar sind, erklärt der Spanier im ausführlichen Interview.

Angekommen in Leverkusen

Aleix García ist nach einem schwierigen ersten Jahr doch noch bei Bayer Leverkusen angekommen und in seiner zweiten Saison aus dem Schatten des nach England gewechselten Granit Xhaka herausgetreten. Der 28-Jährige hat sich unter Trainer Kasper Hjulmand einen festen Platz im Mittelfeld erkämpft und gibt dort den Takt vor. Allerdings konnte auch er die Formschwankungen der Mannschaft in den vergangenen Wochen nicht überdecken.

Formkrise in der Rückrunde

In der Rückrunde holte der aktuelle Bundesliga-Sechste aus zehn Partien nur 14 von 30 möglichen Punkten, im Kalenderjahr 2026 stehen vier Siege aus zwölf Spielen zu Buche. So steht die Werkself im Saisonendspurt unter Druck, wenn das erklärte Ziel – ein Platz unter den ersten Vier – erreicht werden soll. „Jetzt ist der richtige Moment, kritisch mit uns selbst zu sein“, betont García. „Wir spielen häufig guten Fußball, gewinnen aber nicht – und genau das bringt uns in eine Situation, die nicht optimal ist.“

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Analyse der Schwächen

Der Spanier analysiert die Probleme genau: „Oft sind es nur kleine Details, die den Unterschied machen. In den vergangenen vier oder fünf Spielen haben wir Punkte liegen lassen, weil Kleinigkeiten nicht gepasst haben.“ Besonders das 3:3 beim Tabellenletzten in Heidenheim war enttäuschend. „Wir hatten das Spiel unter Kontrolle, lagen 2:0 vorn und später stand es 3:2. Trotzdem haben wir wichtige Punkte liegen gelassen.“

Ziele für die Saison

Trotz der aktuellen Schwierigkeiten bleibt das Ziel klar: „Wir wollen unter die ersten Vier und unbedingt wieder in die Champions League“, erklärt García. „Jedes Spiel ist für uns wie ein Finale.“ Dabei setzt er auf die Qualität im Team: „Die Qualität im Team ist sehr hoch, wirklich sehr hoch. Entscheidend ist meines Erachtens, dass gerade die erfahrenen Spieler in solchen Momenten vorangehen und Verantwortung übernehmen.“

Persönliche Entwicklung

Für García persönlich läuft die Saison gut. Er ist in die zentrale Rolle hineingewachsen, die zuvor Granit Xhaka innehatte. „Ich glaube, das ist ganz normal: Wenn dir ein Trainer Vertrauen schenkt, kannst du dein volles Leistungsvermögen abrufen“, sagt er. Trainer Kasper Hjulmand habe ihm von Beginn an dieses Vertrauen gegeben.

Ausblick auf Pokal und Nationalmannschaft

Neben der Bundesliga steht auch das DFB-Pokal-Halbfinale gegen den FC Bayern an. „Dass wir zu Hause spielen, ist ein großer Vorteil“, so García. „Vor unseren Fans wird es ein besonderes Spiel – gegen einen Topgegner, der schwer zu schlagen ist.“ Persönlich hat er auch die spanische Nationalmannschaft im Blick, trotz seiner aktuellen Nicht-Nominierung. „Das bleibt ein klares Ziel für mich. Ich denke, dass noch alles offen ist.“

Insgesamt zeigt sich García optimistisch, dass Leverkusen die Wende schaffen kann. „Wir sind nah dran“, sagt er. „Jetzt bleiben uns sieben Endspiele, dazu kommt der DFB-Pokal. Wir werden uns auf jede Partie sehr genau vorbereiten.“

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