AS Rom erhält grünes Licht für neues Stadion – Abschied vom Stadio Olimpico nach 70 Jahren
AS Rom darf neues Stadion bauen – Abschied vom Olimpico

Historische Entscheidung: AS Rom darf neues Stadion errichten

Eine Ära im italienischen Fußball geht zu Ende. Nach mehr als sieben Jahrzehnten der gemeinsamen Nutzung mit dem Stadtrivalen Lazio Rom erhält der AS Rom die Genehmigung für den Bau einer eigenen Spielstätte. Der Stadtrat von Rom stimmte mit großer Mehrheit für das ambitionierte Projekt, das die Stadionsituation in Italien vor der Fußball-Europameisterschaft 2032 grundlegend verbessern soll.

Mehrheitsbeschluss im Stadtrat ebnet den Weg

Am vergangenen Freitag fiel im römischen Stadtrat eine wegweisende Entscheidung. Mit 39 von 44 Stimmen wurde die vom AS Rom vorgelegte technische und wirtschaftliche Machbarkeitsstudie für den Neubau eines Stadions im nordöstlichen Stadtviertel Pietralata angenommen. Diese Zustimmung markiert einen entscheidenden ersten Schritt, auch wenn noch weitere behördliche Genehmigungen auf regionaler Ebene erforderlich sind.

Roms Bürgermeister Roberto Gualtieri betonte die zeitliche Dimension des Vorhabens: „Unser Plan ist es, die neue Spielstätte rechtzeitig für die Austragung von Spielen der Europameisterschaft fertigzustellen.“ Die Bauarbeiten für das Milliardenprojekt, das Platz für 60.000 Zuschauer bieten soll, sind bereits für das kommende Jahr vorgesehen.

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Ende einer sieben Jahrzehnte währenden Ära

Seit dem Jahr 1953 teilen sich der AS Rom und Lazio Rom das legendäre Stadio Olimpico als Heimspielstätte. Diese lange gemeinsame Geschichte wird nun ein voraussichtliches Ende finden, da beide Vereine seit Jahren nach getrennten Stadien streben. Der Umzug der Roma symbolisiert nicht nur einen sportlichen Neuanfang, sondern auch eine Modernisierung der italienischen Fußballinfrastruktur.

Die aktuelle Stadionsituation in Italien hatte in der Vergangenheit wiederholt für Kritik gesorgt. UEFA-Präsident Aleksander Čeferin bezeichnete den Zustand einiger italienischer Stadien im vergangenen Mai sogar als „beschämend“. Vor diesem Hintergrund gewinnt der geplante Neubau zusätzliche Bedeutung.

Zeitplan im Hinblick auf die EM 2032

Die zeitliche Koordination mit der Fußball-Europameisterschaft 2032, die gemeinsam von Italien und der Türkei ausgerichtet wird, spielt eine zentrale Rolle. Noch in diesem Jahr muss der italienische Fußballverband fünf Austragungsorte für das Turnier vorschlagen. Das neue Stadion des AS Rom könnte dabei eine wichtige Funktion übernehmen und Italiens Bewerbung stärken.

Die Entscheidung des römischen Stadtrats stellt somit nicht nur einen Meilenstein für den Verein dar, sondern könnte auch Impulse für die Modernisierung weiterer Fußballarenen in Italien geben. Der Abschied vom Stadio Olimpico nach über 70 Jahren markiert damit den Beginn einer neuen Ära im römischen und italienischen Fußball.

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