Erster EM-Erfolg seit drei Jahren: Deutsches Badminton-Duo holt Bronze
Bei den Europameisterschaften im spanischen Huelva hat das deutsche Badminton-Mixed Marvin Seidel und Thuc Nguyen eine bemerkenswerte Bronzemedaille gewonnen. Dieser Erfolg markiert den ersten EM-Podestplatz für den Deutschen Badminton-Verband seit genau drei Jahren und beendet damit eine Durststrecke, in der das DBV-Team sowohl 2024 als auch 2025 ohne Medaillen blieb.
Halbfinalniederlage verhindert Finaleinzug
Im Halbfinale mussten sich Seidel und Nguyen am Freitag mit 12:21 und 16:21 gegen die an Nummer zwei gesetzten Dänen Mathias Christiansen und Alexandra Böje geschlagen geben. Diese Niederlage verhinderte den Einzug ins Endspiel und damit die Chance auf Silber oder Gold. Ein Spiel um Platz drei wird bei den Europameisterschaften traditionell nicht ausgetragen, wodurch das deutsche Duo automatisch Bronze erhielt.
Marvin Seidel, der bereits früher Doppel-Europameister war und nun 30 Jahre alt ist, bildet seit 2025 ein Team mit der 23-jährigen Thuc Nguyen. Ihre Zusammenarbeit begann äußerst erfolgreich: Bei ihrem ersten internationalen Turnier in Luxemburg gewannen sie sofort einen Titel und demonstrierten damit früh ihr Potenzial.
Weitere deutsche Teilnehmer scheitern knapp
Neben dem Bronzemedaillengewinn erlebte der deutsche Badminton-Nachwuchs jedoch auch Enttäuschungen. Die deutsche Meisterin Yvonne Li scheiterte im Viertelfinale an der Türkin Neslihan Arin mit 16:21 und 17:21 und verpasste damit ihre erste EM-Medaille im Einzelwettbewerb. Ebenso knapp war das Aus für das Überraschungs-Duo Bjarne Geiss und Jones Ralfy Jansen, die nach einem hart umkämpften Match mit 19:21 und 20:22 gegen die Dänen Mads Vestergaard und Daniel Lundgaard im Viertelfinale ausschieden.
Im Vorfeld des Halbfinales hatte Marvin Seidel die dänischen Gegner als „beste verbleibende Paarung im Turnier“ bezeichnet – eine Einschätzung, die sich im Spiel leider bestätigte. Im Endspiel treffen Christiansen und Böje am Samstag auf die Engländer Callum Hemming und Estelle van Leeuwen.
Dieser Bronzemedaillengewinn stellt einen wichtigen Meilenstein für den deutschen Badminton-Sport dar und unterstreicht die wachsende internationale Konkurrenzfähigkeit der deutschen Athleten. Nach Jahren ohne EM-Erfolge kehrt der Deutsche Badminton-Verband damit zurück auf die europäische Podestbühne und schafft eine positive Grundstimmung für zukünftige Wettkämpfe.



