Bayer Leverkusen dreht spektakuläres Spiel gegen Wolfsburg
In einem atemberaubenden Bundesliga-Spiel hat Bayer Leverkusen die Abstiegssorgen des VfL Wolfsburg massiv verschärft. Der Vize-Meister gewann das Duell gegen den Tabellenvorletzten mit 6:3 (2:3) nach einer beeindruckenden Aufholjagd in der zweiten Halbzeit.
Wolfsburgs frühe Führung zerrinnt in der zweiten Hälfte
Die Wölfe starteten stark in die Begegnung und gingen durch Tore von Jonas Wind (16. Minute), Joakim Maehle (31.) und Christian Eriksen (38., Foulelfmeter) mit 3:1 in Führung. Bayer Leverkusen konnte vor der Pause lediglich durch Alejandro Grimaldo (30./44., beide per Elfmeter) auf 2:3 verkürzen. Die Leverkusener zeigten in der ersten Spielhälfte eine enttäuschende Leistung, während Wolfsburg effizient konterte.
Die zweite Halbzeit entwickelte sich jedoch völlig anders. Nach der Pause brach die Wolfsburger Abwehr zusammen. Patrik Schick (53., Foulelfmeter), Edmond Tapsoba (68.), Ibrahim Maza (73.) und Malik Tillman (90.+6) erzielten die Treffer zum deutlichen 6:3-Sieg für Bayer. Die Mannschaft von Trainer Kasper Hjulmand erhöhte deutlich das Tempo und profitierte davon, dass bei den Wolfsburgern die Kräfte nachließen.
Schiedsrichterentscheidungen sorgen für Diskussionen
Schiedsrichter Martin Petersen stand mehrfach im Mittelpunkt des Geschehens. Seine Elfmeterentscheidungen zugunsten von Bayer Leverkusen sorgten für heftige Diskussionen. Besonders der erste Strafstoß nach einem Körpereinsatz von Maehle gegen Maza wurde von Wolfsburg-Trainer Dieter Hecking heftig kritisiert. Der Coach tobte an der Seitenlinie, konnte aber die Verwandelung durch Grimaldo nicht verhindern.
Im Gegenzug glich Maehle mit einem sehenswerten Dropkick aus, bevor Petersen nach Videobeweis einen weiteren Elfmeter für Wolfsburg gab. Eriksen verwandelte sicher und schien seinem Team eine komfortable Führung zu bescheren. Doch Grimaldos zweiter Treffer vor der Pause brachte Bayer zurück ins Spiel.
Wolfsburg taumelt weiter Richtung Abstieg
Für den VfL Wolfsburg bedeutet die Niederlage den elften Spieltag in Folge ohne Sieg. Die Mannschaft von Dieter Hecking taumelt immer weiter in Richtung des ersten Abstiegs der Klubgeschichte. Nachdem bereits das wichtige Kellerduell gegen Bremen (0:1) verloren ging, verschärft sich die Situation nun dramatisch.
Hecking hatte vor dem Spiel noch Gelassenheit ausgestrahlt und den Druck auf Leverkusen im Champions-League-Rennen betont. „Für Bayer ist es ein Pflichtsieg gegen Wolfsburg. Auch sie haben etwas zu verlieren. Das ist auch eine Chance für uns“, hatte der Coach erklärt. Doch seine Hoffnungen erfüllten sich nicht.
Bayer Leverkusen wahrt Champions-League-Chance
Für Bayer Leverkusen bedeutet der Sieg eine wichtige Rückmeldung im Kampf um die Teilnahme an der Königsklasse. Nach dem enttäuschenden Remis in Heidenheim (3:3) konnte die Mannschaft den nächsten Dämpfer verhindern und nimmt etwas Druck von Trainer Kasper Hjulmand.
Die taktische Umstellung mit Patrik Schick als zweiter Spitze zahlte sich aus. Nach einem Foul von Seal Kumbedi gegen Nathan Tella nutzte der tschechische Stürmer umgehend die Chance vom Elfmeterpunkt und leitete die Wende ein. Torhüter Kamil Grabara verhinderte mit einigen Paraden eine noch höhere Niederlage für Wolfsburg.
Die Leverkusener Fans, die ihrer Mannschaft in der ersten Halbzeit noch höhnisch applaudiert hatten, konnten am Ende einen spektakulären Sieg feiern. Für Wolfsburg hingegen wird die Lage mit jedem Spieltag bedrohlicher.



