FC Bayern vor Länderspielpause: Angst vor Verletzungen wie im Vorjahr
Bayern vor Länderspielpause: Angst vor Verletzungen

FC Bayern vor Länderspielpause: Die Angst vor dem nächsten Verletzungsdrama

Nach einem souveränen 4:0-Heimsieg gegen Union Berlin geht der FC Bayern München mit gemischten Gefühlen in die Länderspielpause. Während die Mannschaft von Trainer Vincent Kompany weiterhin unangefochten an der Tabellenspitze der Bundesliga steht, lastet auf dem Klub die schwere Erinnerung an die verhängnisvolle Länderspielpause des Vorjahres.

Böse Erinnerungen an März 2025

Genau vor einem Jahr, im März 2025, erlebte der Rekordmeister ein traumatisches Szenario. Nach einem 1:1 bei Union Berlin reisten die Spieler zu ihren Nationalmannschaften – und kehrten mit schwerwiegenden Verletzungen zurück. Dayot Upamecano und Alphonso Davies zogen sich bei ihren Einsätzen für Frankreich und Kanada so schwere Blessuren zu, dass sie lange ausfielen.

Die Folgen waren fatal: In den anschließenden Champions-League-Viertelfinalspielen gegen Inter Mailand kassierte die Bayern-Abwehr vier Gegentore und schied aus dem Wettbewerb aus. Bis heute ist man in München überzeugt, dass mit einer intakten Defensive um Upamecano und Davies das Halbfinale gegen den FC Barcelona erreicht worden wäre.

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Vorsichtiges Herunterspielen gegen Union

Diese Erfahrung prägte deutlich das Spiel gegen Union Berlin am vergangenen Samstag. Besonders in der zweiten Halbzeit agierten die Bayern-Spieler mit auffälliger Vorsicht. Unnötige Zweikämpfe wurden konsequent vermieden, Risikosituationen gemieden.

Sportvorstand Max Eberl brachte die Stimmung auf den Punkt: "Das hat uns gegen Inter Mailand das Genick gebrochen." Die Verletzungen von Davies und Upamecano bezeichnete er als "Casus Knacktus" der vergangenen Champions-League-Saison.

Angespannte Erwartungshaltung

Nun blickt der Klub mit ähnlicher Anspannung auf die aktuelle Länderspielpause. In knapp drei Wochen steht das Champions-League-Viertelfinale gegen Real Madrid an – und die Verletztenliste ist bereits lang genug. Manuel Neuer, Alphonso Davies, Jamal Musiala und Aleksandar Pavlović fehlen aktuell, ihre Rückkehrtermine sind ungewiss.

Besondere Aufmerksamkeit gilt Pavlović, der nach Oberschenkelbeschwerden gegen Union fehlte. Sportdirektor Christoph Freund deutete an, dass der Mittelfeldspieler wohl nicht mit der deutschen Nationalmannschaft reisen wird: "Es ist wichtig, dass er nichts Längerfristiges davontragen sollte."

Unterschiede zum Vorjahr

Immerhin gibt es einige Unterschiede zur Situation von 2025. Die anstehenden Länderspiele sind reine Testspiele ohne Qualifikationsdruck. Zudem scheuen Nationaltrainer weltweit drei Monate vor der WM leichte Risiken bei angeschlagenen Spielern.

Englands Trainer Thomas Tuchel etwa nominierte einen XXL-Kader mit 35 Spielern. Starstürmer Harry Kane wird erst nach dem ersten Spiel zum Team stoßen und nur eine Partie bestreiten – was das Verletzungsrisiko deutlich reduziert.

Kritische Phase für die Bayern

Die kommenden zwei Wochen werden für den FC Bayern zur Nervenprobe. Nach der Länderspielpause wartet am Karsamstag das Bundesligaspiel gegen den SC Freiburg, nur drei Tage später folgt das Champions-League-Viertelfinale bei Real Madrid im Bernabéu-Stadion.

Vincent Kompany zählte vor dem Spiel gegen Union sieben Spieler auf, die im Hinspiel gegen Inter Mailand 2025 verletzungsbedingt fehlten. Die meisten von ihnen sind auch aktuell nicht einsatzbereit. Weitere Ausfälle nach der Länderspielpause könnten den Traum von der Champions League erneut früh beenden.

Die Hoffnung in München ist groß, dass alle Nationalspieler gesund zurückkehren. Doch die Erinnerung an den "Casus Knacktus" des Vorjahres sitzt tief und sorgt für angespannte Tage an der Säbener Straße.

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