BVB-Boss Cramer verurteilt Fan-Pfiffe gegen Schlotterbeck deutlich
BVB-Boss Cramer verurteilt Pfiffe gegen Schlotterbeck

BVB-Geschäftsführer verurteilt Fan-Pfiffe gegen Schlotterbeck deutlich

Carsten Cramer, der Geschäftsführer von Borussia Dortmund, hat die Pfiffe einiger Fans gegen Abwehrspieler Nico Schlotterbeck nach der 0:1-Niederlage gegen Bayer Leverkusen scharf kritisiert. In einer deutlichen Stellungnahme nach dem Spiel betonte Cramer, dass sich solche Aktionen nicht für den Verein gehören.

„Das gehört sich nicht“ – Cramers klare Worte

„Für mich als Verantwortlichen fühlt es sich nicht gut an, und von daher muss ich auch sagen, dass sich das nicht gehört, dass ein Spieler von Borussia Dortmund, und das galt nun mal Nico, mit Pfiffen begleitet wird“, erklärte Cramer. Er unterstrich, dass Schlotterbeck sich mit dem Verein identifiziere und als Teil der Gemeinschaft uneingeschränkte Unterstützung verdiene.

Cramer räumte zwar ein, Meinungsfreiheit sei „in Ordnung“, doch fügte er entschieden hinzu: „Spieler im Trikot von Borussia Dortmund verdienen mit Betreten des Rasens Unterstützung.“ Er verwies auf den gemeinsamen Vertrag und betonte, dass es für Pfiffe „überhaupt keinen Grund“ gebe.

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Teamkollege Anton unterstützt Cramers Kritik

Auch Waldemar Anton, Schlotterbecks Defensivkollege, zeigte kein Verständnis für die Pfiffe. „Keiner hat es verdient, ausgepfiffen zu werden. Das sind Dinge, die überhaupt nicht funktionieren“, sagte er im Interview mit DAZN. Anton machte deutlich, dass solche Aktionen der Mannschaft schaden und von den Spielern nicht akzeptiert werden können.

Hintergrund: Vertragsverlängerung und Ausstiegsklausel

Die Pfiffe stehen im Zusammenhang mit der jüngsten Vertragsverlängerung Schlotterbecks bis 2031, die der BVB erst nach langem Ringen verkündet hatte. Medienberichten zufolge enthält der Vertrag eine Ausstiegsklausel für bestimmte Vereine, die möglicherweise bereits in diesem Sommer genutzt werden könnte. Dieses lange Zögern und die Klausel haben bei einigen Fans für Unmut gesorgt.

Cramer lobt Fans für respektvolles Verhalten in Notfallsituation

Trotz der Kritik an den Pfiffen sprach Cramer auch ein Lob an die Fans aus. Während des Spiels musste eine Person im Stadion reanimiert werden, woraufhin die Fans beider Teams ihre lautstarke Unterstützung einstellten. Cramer bezeichnete diese Reaktion als „bärenstark“, merkte aber an: „Die Medaille hat heute zwei Seiten.“ Dies unterstreicht die Ambivalenz der Situation zwischen respektvollem Verhalten und unangemessener Kritik.

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