Dortmunds eiskalter Doppelschlag in der Nachspielzeit
In einem atemberaubenden Bundesliga-Spiel hat Borussia Dortmund am 04. April 2026 einen völlig unerwarteten 2:0-Auswärtssieg beim VfB Stuttgart eingefahren. Die entscheidenden Tore fielen erst in der Nachspielzeit, nachdem die Partie über 90 Minuten torlos geblieben war.
Wahnsinnige Schlussminuten entscheiden das Spiel
Bis zur 94. Minute sah es danach aus, dass die torreichste Begegnung der Bundesliga-Geschichte erstmals seit November 2012 ohne Treffer enden würde. Doch dann schlug der BVB in der Nachspielzeit doppelt zu. In der 94. Minute klärte Chabot eine Flanke von Brandt genau auf Karim Adeyemi, der vor Karazor einen Haken schlug und den Ball ins Tor knallte – 1:0 für den BVB.
Nur zwei Minuten später perfektionierte Julian Brandt den späten Doppelschlag mit dem Treffer zum 2:0-Endstand in der 96. Minute. Nach dem zweiten Tor kam es zu wilden Szenen, als ein Klappstuhl offenbar von einem VfB-Fan auf den Rasen geworfen wurde.
90 Minuten BVB-Harmlosigkeit
Die ersten 90 Minuten sprachen eine völlig andere Sprache. Stuttgart kontrollierte von Beginn an das Spiel mit mehr Ballbesitz und dominierte insbesondere über die linke Seite mit Hendriks, Mittelstädt und Führich. Der VfB zeigte einige gute Aktionen, konnte aber keine großen Chancen herausspielen.
Einzig bei einem Schuss von Stiller an seinem 25. Geburtstag musste BVB-Keeper Gregor Kobel in der 19. Minute eingreifen. Die Dortmunder Offensive um Guirassy, Beier und Co. war dagegen praktisch nicht existent. Bezeichnend war der XGoals-Wert von nur 0,07 zur Halbzeitpause.
Kobel hält die Null
Auch nach der Pause und den Einwechslungen von Adeyemi und Silva in der 63. Minute blieb der BVB offensiv blass. Die beste Chance des Spiels hatte der VfB in der 56. Minute, als Assignon nach einer kurzen Ecke abschloss. Doch Kobel war zur Stelle, riss den Arm hoch und hielt die Null für sein Team.
Historische Negativwerte
Der Sieg war umso bemerkenswerter, als der BVB 90 Minuten lang harmlos wirkte und erst mit seinen letzten beiden Torschüssen im Spiel traf. Die nur fünf Dortmunder Torschüsse stellen einen neuen Negativwert unter Trainer Kovac für ein einzelnes Spiel dar. Dennoch sicherte der Doppelschlag in der Nachspielzeit den drei Punkten für die Borussen.
Die Partie zwischen Stuttgart und Dortmund war mit 379 Treffern in 111 Begegnungen zuvor die torreichste Begegnung der Bundesliga-Geschichte. Der Sieg des BVB setzt diese Tradition nun fort, wenn auch auf ungewöhnliche Weise.



