Carl Zeiss Jena nach 2:0-Sieg wieder im Aufstiegsrennen: Plötzlich kehrt Dramatik zurück
Geht im Kampf um die Meisterschaft in der Regionalliga Nordost und den ersehnten Drittliga-Aufstieg für den FC Carl Zeiss Jena plötzlich doch noch etwas? Die Mannschaft von Trainer Volkan Uluc erledigte ihre Hausaufgaben mit einem souveränen 2:0-Auswärtssieg beim BFC Preussen. Dank der gleichzeitigen 0:1-Niederlage des Spitzenreiters Lok Leipzig im Derby gegen Chemie Leipzig verkürzte sich der Rückstand auf nur noch vier Punkte – bei fünf ausstehenden Spielen bis zum Saisonende.
Uluc: "Schön, dass jetzt Dramatik in die Entscheidung kommt"
Trainer Volkan Uluc zeigte sich nach dem Spiel zufrieden, aber fokussiert: "Wir müssen weiterhin unsere Hausaufgaben machen und Spiel für Spiel konzentriert angehen. Aber es ist schön, dass jetzt ein bisschen Dramatik in die Entscheidung um die Meisterschaft kommt." Die Jenaer nutzten die Gelegenheit, um nach einer Phase der Stagnation wieder Druck auf die Konkurrenz auszuüben.
Spielverlauf: Frühes Tor und späte Entscheidung
Das Spiel begann mit hohem Tempo und ohne Abtastphase. Der BFC Preussen erarbeitete sich die ersten großen Chancen in der 8. und 10. Minute, doch Carl Zeiss Jena schlug eiskalt zu. In der 18. Minute schickte Talabidi Emeka Oduah in die Tiefe, der sich durchsetzte und zurücklegte – Talabidi stand völlig frei und schob locker zum 1:0 ein.
Auf dem kleinen und holprigen Platz entwickelte sich kein fußballerischer Leckerbissen. Jena setzte vermehrt auf lange Bälle, doch weder Sujic in der 28. Minute noch Oduah in der 32. Minute konnten nachlegen. Kurz vor der Pause gab es einen Schockmoment für die Gäste: Ein Freistoß der Berliner ließ Keeper Liesegang geschlagen zurück, doch die Latte rettete den Vorsprung.
Nach dem Seitenwechsel hatte Jena eine Riesenchance zum 2:0. Hehne kam nach einer Ecke zum Abschluss, doch Dikarev klärte spektakulär auf der Linie. In der Folge gab es kaum noch Torchancen, das Spiel wurde zunehmend kräftezehrend und von vielen Unterbrechungen geprägt. Beide Teams verwalteten das Ergebnis, wobei Jena nur wenig Druck ausübte.
Prokopenko macht den Deckel drauf
Die Entscheidung fiel schließlich in der 77. Minute durch die eingewechselten Spieler. Manasse Eshele steckte im Konter auf Alexander Prokopenko, der von links locker zum 2:0-Endstand einschob. Dieser Treffer besiegelte den wichtigen Auswärtssieg und brachte frische Spannung in die Regionalliga Nordost.
Mit diesem Erfolg ist Carl Zeiss Jena fünf Spieltage vor Schluss wieder voll im Rennen um den Aufstieg. Die verkürzte Lücke zu Lok Leipzig lässt die letzten Wochen der Saison zu einem packenden Finale werden. Die Mannschaft muss nun die positive Energie nutzen und in den verbleibenden Partien weiter punkten, um den Traum vom Drittliga-Aufstieg wahr werden zu lassen.



