Chemie Leipzig triumphiert im Derby: Lihsek beschert Lok Leipzig bittere Niederlage
Chemie Leipzig triumphiert im Derby gegen Lok Leipzig

Chemie Leipzig triumphiert im Stadtderby gegen Lok Leipzig

Die Derby-Serie des FC Lok Leipzig ist nach einer bitteren Niederlage gerissen. Vor 4999 begeisterten Zuschauern im Kunze-Sportpark setzte sich die BSG Chemie Leipzig mit einem knappen 1:0-Erfolg durch und holte sich den begehrten Derbysieg nach Leipzig-Leutzsch zurück.

Verhaltenes erstes Halbzeit ohne Torerfolg

Das erste Halbzeit entwickelte sich keineswegs zum erwarteten Chancenfeuerwerk. Beide Torhüter, Marcel Bergmann von Chemie und Andreas Naumann von Lok, mussten in den ersten 45 Minuten keine wirklich gefährlichen Schüsse parieren. Für die Gastgeber versäumte Stanley Ratifo gleich zwei vielversprechende Gelegenheiten in der 10. und 12. Minute. Auch der Freistoß von Nils Lihsek wurde abgefälscht und landete weit über das Tor hinaus.

Ein Schreckmoment durchzuckte die Lok-Mannschaft, als Filip Kusic mit Djamal Ziane hart zusammenprallte und Ziane verletzt auf dem Rasen liegen blieb. Der Kapitän konnte jedoch nach kurzer medizinischer Behandlung das Spiel fortsetzen. Kurz vor der Halbzeitpause sorgte ein unschöner Vorfall für Aufregung, als ein Bengalo aus dem Lok-Block in der Nähe von Chemie-Torhüter Bergmann landete und diesen in blauen Qualm einhüllte.

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Lihsek entscheidet das Derby nach der Pause

Die entscheidende Szene des Spiels ereignete sich in der 57. Minute. Nach einer präzisen Flanke ließ Stanley Ratifo den Ball gekonnt auf Nils Lihsek abtropfen, der mit einem satten Linksschuss ins rechte untere Eck traf und damit das 1:0 für Chemie Leipzig erzielte. Dieser Treffer veränderte die Dynamik des ohnehin umkämpften Spiels deutlich.

Das Derby wurde nun noch ruppiger und physischer. Erste Rudelbildungen entstanden nach einem intensiven Zweikampf zwischen Ziane und Bell, in den sich sogar Torhüter Bergmann einmischte. Alle drei Spieler erhielten daraufhin die gelbe Karte von Schiedsrichter Eugen Ostrin. Weitere Aufregung gab es, als Rudolf Sanin gegen Jonas Arcelean im Strafraum das Bein stehen ließ und der Lok-Flügelstürmer zu Fall kam – allerdings sah Arcelean dafür Gelb wegen einer vermeintlichen Schwalbe.

Chemie verteidigt den knappen Vorsprung erfolgreich

In den letzten Spielminuten warf Lok Leipzig alles nach vorne, um noch den Ausgleich zu erzielen. Doch die Defensive von Chemie Leipzig stand stabil und sicherte den knappen 1:0-Vorsprung bis zum Abpfiff. Nach dem Schlusspfiff lagen sich die Spieler der siegreichen Mannschaft erleichtert in den Armen.

Für Chemie Leipzig bedeuten diese drei Punkte einen wichtigen Schritt im Kampf um den Klassenerhalt in der Regionalliga. Gleichzeitig schrumpfte der Vorsprung von Lok Leipzig an der Tabellenspitze auf nur noch vier Punkte. Das Derby hat damit nicht nur sportlich, sondern auch tabellarisch große Bedeutung für beide Mannschaften.

Die BSG Chemie kann nach fünf vorherigen Niederlagen in Stadtderbys endlich wieder einen Sieg gegen den Lokalrivalen feiern. Für den FC Lok bedeutet diese Niederlage einen herben Rückschlag im Kampf um die Meisterschaft und das Ende einer beeindruckenden Derby-Serie.

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