Vom Jugendspieler zum Bundesliga-Profi: Die schnelle Karriere von Montrell Culbreath
Er gilt als DER Aufsteiger der Saison unter dem Bayer-Kreuz. Montrell Culbreath, erst 18 Jahre alt, vollzog einen bemerkenswerten Karrieresprung. Der junge Fußballer wechselte 2023 aus der Jugend des 1. FC Kaiserslautern zu Bayer 04 Leverkusen und schaffte in der laufenden Saison den direkten Aufstieg aus der U19 in das Bundesliga-Team der Werkself.
Der Weg zum Profivertrag
Der Lohn für seine herausragenden Leistungen folgte prompt: Ende Januar unterschrieb das Top-Talent seinen ersten Profi-Vertrag, der ihn bis 2030 an den Verein bindet. Gegenüber Medien äußerte sich Culbreath überrascht über die Geschwindigkeit seiner Entwicklung: „Nein, sicher nicht. Es hat mich überrascht, wie schnell es passiert ist und ich ein Teil der ersten Mannschaft wurde“, erklärte der Nachwuchsspieler.
Noch im Herbst 2025 absolvierte Culbreath vier Einsätze in der Youth League mit Bayers U19, wo er zwei wichtige Tore erzielte. Nach dem Jahreswechsel folgte dann der nächste große Schritt: Der Einsatz in der Champions League gegen renommierte Gegner wie Olympiakos Piräus und im Achtelfinal-Rückspiel beim FC Arsenal.
Das besondere Debüt gegen RB Leipzig
Am 20. Dezember 2025 erlebte Culbreath seinen Bundesliga-Einstand beim Auswärtsspiel bei RB Leipzig. In der 77. Minute wurde er eingewechselt und erhielt dabei besondere Instruktionen von Trainer Kasper Hjulmand: „Der Coach hat gesagt: ‚Es steht 2:1, wir spielen 5-4-1, wir wollen verteidigen, aber wenn du die Chance hast, dann geh‘ auch nach vorne und hab‘ einfach Spaß.‘ Das war seine Ansage, die mir auch sehr viel gebracht hat, weil ich eine gewisse Freiheit hatte“, verriet Culbreath.
Dieses Vertrauen zahlte der junge Spieler sofort zurück. In der Nachspielzeit erzielte er das 3:1 für Leverkusen. Allerdings mussten er und seine Mannschaftskollegen minutenlang zittern, da der VAR ein vermeintliches Handspiel von Robert Andrich im eigenen Strafraum überprüfte. „Ich habe erst gejubelt und dann sah ich auf der Videotafel, dass es einen Check gibt. Ich habe Loïc Badé angeschaut und zu ihm gesagt: ‚Bitte nicht!‘ Aber Loïc meinte nur: ‚Keine Sorge, die schauen schon so lange. Vertrau mir – das Tor wird zählen.‘ Und dann hat es gezählt, da war meine Freude noch größer als direkt nach dem Treffer“, beschrieb Culbreath die emotionalen Momente.
Privates und Zukunftsperspektiven
Nach zwei Jahren in einer Gastfamilie hat der junge Fußballer mittlerweile seine erste eigene Wohnung bezogen. Parallel zu seiner sportlichen Karriere bereitet sich Culbreath derzeit auf seine Abiturprüfungen vor, mit den Leistungsfächern Englisch und Sport.
Ein interessantes Detail: Der Spieler hat seinen Spitznamen „Monty“ bewusst abgelegt. „Ich war immer als ‚Monty‘ bekannt, auch bei uns im Dorf. Selbst heute noch, wenn ich zurückkomme. ‚Monty‘ kennt dort jeder, bei ‚Montrell‘ wird schon mal nachgefragt. Aber so langsam wird es Zeit, dass ich erwachsener werde. Deshalb möchte ich Montrell genannt werden“, begründete er diese Entscheidung.
Die schnelle Entwicklung des Talents zeigt, wie Bayer Leverkusen erfolgreich Nachwuchsspieler fördert und in die erste Mannschaft integriert. Mit seinem Profivertrag bis 2030 hat Culbreath nun die ideale Basis für eine langfristige Karriere beim Bundesligisten geschaffen.



