Team-WM: Deutsche Frauen starten mit Sieg - Modus-Kritik
Deutsche Frauen gewinnen erstes WM-Spiel

Die deutsche Tischtennis-Auswahl der Frauen hat ihr erstes Spiel bei der Team-WM in London erfolgreich bestritten. Die amtierenden Europameisterinnen von 2025 besiegten Frankreich in der Wembley Arena mit 3:1. Die Punkte für das deutsche Team steuerten die Weltranglisten-Neunte Sabine Winter, Nina Mittelham und Ying Han bei. Die 43-jährige Han kassierte zum Auftakt gegen Prithika Pavade die einzige deutsche Niederlage.

Historischer Ort und neuer Modus

In London fand 1926 die erste Tischtennis-Weltmeisterschaft statt. Zum 100-jährigen Jubiläum führte der Weltverband ITTF einen viel kritisierten neuen Modus ein. In der ersten Woche spielten jeweils 56 Mannschaften bei den Männern und Frauen in 14 Vierergruppen zunächst 24 Teilnehmer an der K.o.-Runde aus.

K.o.-Runde startet erst am Montag

Die besten sieben Teams der Welt plus Gastgeber England greifen erst an diesem Wochenende in das Turnier ein. Sie spielen in zwei weiteren Vierergruppen lediglich ihre Platzierung in der Setzliste für die am Montag beginnende K.o.-Runde aus. Ausscheiden können die deutschen Frauen und die deutschen Männer nach ihrer Gruppenphase noch nicht.

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Scharfe Kritik des deutschen Verbandes

Der Deutsche Tischtennis-Bund (DTTB) beschwerte sich vor der WM sogar in einem offiziellen Brief an die ITTF über das neue Format. Es sei zu lang, zu kompliziert und würde die Spielerinnen und Spieler zu stark belasten. „Das aktuelle WM-System birgt die Gefahr negativer Auswirkungen auf den Sport“, sagte der DTTB-Vorstandsvorsitzende Wolfgang Dörner. Die Kritik bezieht sich vor allem auf die ungleiche Belastung der Teams und die mangelnde Spannung in der Gruppenphase.

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