Hohe Geldstrafe für Eintracht Frankfurt nach Fan-Vorfällen
Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat den Bundesliga-Verein Eintracht Frankfurt mit einer erheblichen Geldstrafe belegt. Insgesamt muss der Klub aus Hessen 440.250 Euro zahlen, wie am 26. Februar 2026 bekannt wurde. Die Strafe resultiert aus mehreren Vorfällen, die sich während verschiedener Bundesliga-Spiele in der laufenden Saison ereignet haben.
Einzelrichterverfahren nach Anklage des DFB-Kontrollausschusses
Im Einzelrichterverfahren wurden nach Anklage durch den DFB-Kontrollausschuss insgesamt zehn Fälle unsportlichen Verhaltens sowie ein Fall diskriminierenden Verhaltens von Frankfurter Anhängern geahndet. Interessant ist dabei eine besondere Regelung: Bis zu 146.500 Euro der Gesamtsumme können die Hessen für sicherheitstechnische oder gewaltpräventive Maßnahmen verwenden. Dies bietet dem Verein die Möglichkeit, einen Teil der Strafe direkt in die Verbesserung der Fan-Kultur zu investieren.
Schwerwiegende Vorfälle beim Auswärtsspiel in Köln
Der größte Einzelposten der Strafe geht auf das Auswärtsspiel beim 1. FC Köln am 22. November 2025 zurück. Bei diesem Spiel brannten Frankfurter Fans nach Angaben des DFB:
- 94 bengalische Feuer
- 7 Raketen
- 6 Böller
Die Partie musste aufgrund dieser Vorfälle für zwei Minuten unterbrochen werden. Nach dem Abpfiff wurde zudem Choreomaterial verbrannt, und es kam zu einem diskriminierenden Sprechgesang. Für diese Geschehnisse verhängte das Sportgericht allein 171.000 Euro Strafe.
Weitere Sanktionen bei verschiedenen Bundesliga-Spielen
Neben dem Köln-Spiel wurden auch Vorfälle bei anderen Auswärtsspielen der Eintracht geahndet:
- Beim Gastspiel bei Borussia Dortmund: 102.000 Euro
- Beim Spiel beim Hamburger SV: 63.000 Euro
- Beim Auswärtsspiel beim SC Freiburg: 46.000 Euro
- Beim Spiel bei Bayer Leverkusen: 41.250 Euro
Zudem wurden Vorfälle bei den Partien gegen Union Berlin, beim 1. FC Heidenheim und bei Borussia Mönchengladbach sanktioniert. Alle diese Urteile sind bereits rechtskräftig und müssen von Eintracht Frankfurt umgesetzt werden.
Konsequenzen für den Verein und die Fan-Kultur
Die hohe Geldstrafe unterstreicht die ernste Haltung des DFB gegenüber unsportlichem und diskriminierendem Verhalten in den Stadien. Für Eintracht Frankfurt bedeutet dies nicht nur eine finanzielle Belastung, sondern auch den dringenden Handlungsbedarf, die eigenen Fans besser zu kontrollieren und zu lenken. Die Möglichkeit, einen Teil der Strafe in Präventionsmaßnahmen zu investieren, könnte dabei helfen, zukünftige Vorfälle zu vermeiden und die Sicherheit bei Spielen zu erhöhen.



