DFB-Frauen starten mit klarem 5:0 in die WM-Qualifikation gegen Slowenien
DFB-Frauen gewinnen 5:0 gegen Slowenien in WM-Qualifikation

Deutsche Fußballerinnen starten souverän in die WM-Qualifikation

Die deutschen Fußballerinnen haben ihren ersten Auftritt in der Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2027 in Brasilien mit einem überzeugenden Sieg absolviert. Im Rudolf-Harbig-Stadion in Dresden setzte sich das Team von Bundestrainer Christian Wück am Dienstagabend mit 5:0 (2:0) gegen Slowenien durch und setzte damit die makellose Bilanz gegen die Sloweninnen fort.

Historische Bilanz wird weiter ausgebaut

Bereits vor dem Spiel wies die Statistik eine beeindruckende Bilanz auf: In vier vorherigen Begegnungen erzielte die deutsche Mannschaft 27 Tore ohne Gegentreffer. Diese Dominanz wurde nun mit einem weiteren klaren Sieg fortgesetzt, wodurch sich die Gesamtbilanz auf 32:0 Tore verbesserte. Besonders erwähnenswert bleibt das 13:0 aus dem Jahr 2013, bei dem Anja Mittag mit drei Treffern herausstach.

Frühe Führung und zwischenzeitlicher Durchhänger

Die Partie begann optimal für die DFB-Elf. Bereits nach fünf Minuten erzielte Vivien Endemann mit einem gekonnten Tunnel das 1:0. Nur sechs Minuten später erhöhte Elena Senß nach einer klugen Kombination im Strafraum auf 2:0. Die frühe Doppelführung ließ die Stadionregie bereits zweimal den passenden Soundtrack „Major Tom“ abspielen.

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Doch nach der schnellen Führung geriet das Spiel etwas aus dem Takt. Die deutsche Mannschaft zeigte Lücken in der Konzentration, und die slowenische Auswahl nutzte diese Phase kurz vor der Halbzeit für mehrere gefährliche Angriffe, die jedoch ohne Torerfolg blieben.

Dreifachwechsel und klare zweite Halbzeit

Bundestrainer Christian Wück reagierte auf die schwächere Phase mit drei Wechseln zur zweiten Halbzeit. Unter den Neueinwechselnden befand sich auch Larissa Mühlhaus von Werder Bremen, die ihr Debüt in der Nationalmannschaft feierte.

Die Entscheidung fiel jedoch bereits kurz nach Wiederanpfiff. Linda Dallmann erzielte in der 47. Minute das 3:0 und beseitigte alle verbliebenen Zweifel am Ausgang des Spiels. Nur fünf Minuten später krönte Debütantin Larissa Mühlhaus ihren ersten Auftritt mit dem 4:0 – dem ersten Tor einer Bremer Spielerin in der Geschichte der deutschen Frauen-Nationalmannschaft.

Lea Schüller komplettierte nach ihrer Einwechslung den klaren Sieg mit dem 5:0. Die verbleibende Spielzeit nutzten beide Teams zur Ergebnisverwaltung.

Endemann glänzt nach Rückkehr in die Nationalelf

Vivien Endemann erwies sich als herausragende Spielerin des Abends. Nach einem Jahr Abwesenheit kehrte die 24-jährige Wolfsburgerin dank starker Leistungen im Verein zurück in den DFB-Kader und übernahm die Stürmerposition der verletzten Klara Bühl. Neben dem frühen Führungstor bereitete sie das 2:0 vor und war auch am dritten Treffer maßgeblich beteiligt.

Gedenken an Anouschka Bernhard

Vor Spielbeginn gedachten beide Teams in einer bewegenden Minute der ehemaligen Nationalspielerin Anouschka Bernhard. Die 1995er Europameisterin und Vizeweltmeisterin von 1995, die später als Nachwuchstrainerin beim DFB tätig war, verstarb im Januar nach schwerer Krankheit im Alter von nur 55 Jahren.

WM-Qualifikation ohne Videobeweis

Die WM-Qualifikation der Frauen findet ohne Unterstützung des Videobeweises (VAR) statt. Diese Regelung führte im Spiel gegen Slowenien zu mehreren umstrittenen Situationen. Bereits in den ersten fünf Minuten wurden zwei vielversprechende Angriffe der Sloweninnen durch fragwürdige Abseitsentscheidungen unterbrochen. Auch im weiteren Spielverlauf zeigte sich die Schiedsrichter-Crew bei Abseitsentscheidungen nicht immer auf der Höhe der Zeit.

Streit um Bundesliga-Ausrichtung bleibt Thema

In der Halbzeitpause kam auch der anhaltende Streit zwischen Bundesliga und DFB über die Ausrichtung der Liga zur Sprache. DFB-Vizepräsidentin Heike Ulrich gab im Interview mit ARD-Moderator Claus Lufen lediglich die Zusicherung ab, dass auch künftig Bundesligafußball zu sehen sein werde. Konkretere Aussagen zur Lösung des Konflikts blieben jedoch aus.

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Nächste Herausforderung in Norwegen

Mit diesem Pflichtsieg haben die deutschen Fußballerinnen den ersten Schritt in Richtung WM-Teilnahme 2027 getan. Die eigentlichen Herausforderungen in der Qualifikationsgruppe warten jedoch noch. Bereits am Samstag steht das Auswärtsspiel in Norwegen an, das als deutlich schwieriger eingestuft wird. Auch Österreich gehört zu den Gegnern in dieser Qualifikationsgruppe.