Eberl verrät spannende Bayern-Details: So lief die Trainersuche
Eberl verrät spannende Bayern-Details im Sportstudio

Nach dem verrückten 4:3-Sieg der Bayern in Mainz blieb Sportvorstand Max Eberl gleich dort und war im ZDF-Sportstudio zu Gast. Dort nahm er ausführlich Stellung zu verschiedenen Themen und verriet das ein oder andere Detail, wie es bei den Bayern wirklich abläuft.

Die Trainersuche im Sommer 2024

Eberl wird von Moderator Sven Voss nach dem Moment gefragt, als er den Bayern-Bossen während der Trainersuche im Sommer 2024 plötzlich Vincent Kompany vorgestellt hatte. Kompany war damals gerade erst mit Burnley aus der Premier League abgestiegen.

Der Bayern-Sportvorstand offen: „Ich glaube schon, das Gefühl zu haben, dass, als wir dann den Namen präsentiert haben, erstmal etwas ein Fragezeichen und eine Verwunderung war.“

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Eberl weiter: „Natürlich hatten wir vorher Absagen bekommen, da brauche ich auch nicht drumherumreden.“ Danach zählt er auf, dass unter anderem Julian Nagelsmann, Hansi Flick, Ralf Rangnick und Oliver Glasner ein Thema waren.

„Kalle, ruft Pep an und fragt ihn“

Anschließend fährt Eberl fort: „Vincent Kompany, tatsächlich, die Geschichte habe ich schon aufgezählt, stand immer auf unserer Liste. Aber ehrlicherweise, da bin ich auch ganz offen, war es jetzt nicht, dass ich mich getraut habe, als allererstes Vincent Kompany vorzustellen. Sondern wir haben eben Trainer angefragt, die alle Qualität haben, die alle herausragend sind.“

Nach einer ausführlichen Vorstellung anhand von sämtlichen Daten und vielen Gesprächen – auch zu seiner Zeit als Spieler unter Pep Guardiola bei Manchester City – sei die Entscheidung der Bayern schließlich für Kompany gefallen. Doch zunächst brauchten Eberl und Sportdirektor Freund ein Go vom Aufsichtsrat – also von u.a. Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge.

Eberl verrät: „Als dann eben die Frage kam, ob wir uns sicher sind, habe ich Kalle gesagt: ‚Kalle, ihr seid so eng mit Pep, ruft ihn an und fragt ihn, was Pep von ihm hält.‘ Das war dann der Dosenöffner.“

Arbeit in München: „Dann wirken Kräfte“

Generell sagt er zur Arbeit in München: „Bayern München wurde natürlich groß gemacht durch Uli Hoeneß, Karl Rummenigge und Franz Beckenbauer. Die sind FC Bayern München in Person. (...) Natürlich kommen Christoph Freund und ich oder ein Trainer wie Vincent Kompany dazu. Und dann wirken natürlich Kräfte.“

Er führt aus: „Man kann bei Bayern München seinen Job lernen. Das Drumherum, was bei Bayern natürlich eine Rolle spielt, die Öffentlichkeit. Natürlich versucht man, den einen gegen den anderen vielleicht auch mal auszuspielen. Das ist das, was man lernen musste.“

Und weiter: „Ich versuche natürlich, Ideen und Gedanken, die wir im Sport haben, umzusetzen und, wie man so schön sagt, auch durchzudrücken. Auch bei Uli oder bei Kalle, wo man dann sagt: ‚Okay, finden wir gut, finden wir nicht gut.‘ Aber das sind einfach Dinge, die Uli und Kalle früher auch gemacht haben. Das ist die Diskussion, die wir haben. Die sind intensiv, die sind im Verborgenen. Aber manchmal kommen sie auch raus.“

„Wir werden auch Spieler verkaufen müssen“

Der Vertrag des Sportvorstands läuft an der Säbener Straße noch bis Sommer 2027. Eberl bastelt bereits intensiv am Kader der neuen Saison. Die auslaufenden Verträge von Leon Goretzka und Raphael Guerreiro werden nicht verlängert. Dafür konnten Leistungsträger wie Jamal Musiala, Dayot Upamecano oder Joshua Kimmich langfristig gehalten werden. Gerüchte gibt es zudem um Newcastle-Star Anthony Gordon.

Eberl sagt dazu: „Das sind kostspielige Verlängerungen gewesen, aber wir sind davon überzeugt, dass es am langen Ende günstigere Varianten sind als eben gerade angesprochene Spieler (gemeint ist Gordon, d.Red.), die sehr teuer werden können. Wir versuchen quasi genau in diesem Komplex, sportlichen Erfolg und Kosten im Auge zu haben, eine Mannschaft zu bauen. Jetzt sind wir so, dass wir nächsten Sommer so sind, dass wir erstmal entspannt auf den Markt gucken können.“

Auf die Frage, ob es auch wirklich ein entspannter Sommer für ihn werde, erklärt Eberl: „Ich weiß nicht. Wir werden auch Spieler verkaufen müssen und das ist dann meistens nicht so entspannt. Einkaufen ist leichter als Verkaufen, also die Aufgaben werden schon da sein.“

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