Die Eisbären Berlin haben auch das zweite Finale der Deutschen Eishockey Liga (DEL) für sich entschieden und stehen kurz vor dem zwölften Meistertitel. Der Titelverteidiger und Rekordmeister besiegte die Adler Mannheim am Sonntag in der ausverkauften Uber Arena mit 5:1 (1:0, 1:0, 3:1) und führt in der Best-of-Seven-Serie nun mit 2:0.
Überragende Effizienz der Berliner
Vor 14.200 Zuschauern zeigten sich die Eisbären erneut gnadenlos effektiv. Manuel Wiederer (3. Minute), Liam Kirk (23.), Leo Pföderl (47. und 54.) sowie Eric Hördler (54.) trafen für die Gastgeber. Pföderl steuerte einen Doppelpack bei und ist nun der erste Spieler in der DEL-Geschichte, der in den Playoffs die Marke von 50 Toren erreicht hat.
Auf der Gegenseite scheiterte Mannheim immer wieder am überragenden Berliner Torwart Jonas Stettmer, der im deutschen Torhüterduell mit Maximilian Franzreb die Oberhand behielt. Den einzigen Treffer für die Adler erzielte Zach Solow in der 58. Minute, als Mannheim den Torhüter vom Eis genommen hatte.
Serie der Eisbären hält
Trainer Serge Aubin, der mit Berlin bislang alle 14 Playoff-Serien gewonnen hat, kann weiter auf seine Mannschaft zählen. Die Eisbären haben in der Meisterrunde seit 2002 nicht mehr gegen Mannheim verloren und sind seit sieben Jahren in keiner Serie mehr unterlegen. Für die Adler, die erstmals seit 2019 im Finale stehen, wird die Aufgabe nun immer schwieriger.
Am Dienstag (19.30 Uhr, MagentaSport) findet in Mannheim das dritte Spiel der Serie statt. Die Berliner könnten dort mit einem weiteren Sieg den nächsten Schritt Richtung Titel machen.
Personelle Situation
Mannheim konnte wieder auf Nationalspieler Leon Gawanke zurückgreifen, der im ersten Spiel von Eisbären-Kapitän Kai Wissmann in die Bande gecheckt worden war. Dagegen fehlte Torjäger Justin Schütz, der sich am Freitag am Bein verletzt hatte. Insgesamt standen neun deutsche Olympiateilnehmer von Mailand auf dem Eis, dazu ein halbes Dutzend weitere Kandidaten für die bevorstehende Weltmeisterschaft in der Schweiz.
Die Berliner legten erneut einen Start nach Maß hin: Nach starker Vorarbeit von Frederik Tiffels schlenzte Wiederer den Puck in den Winkel. Die Mannheimer vergaben wie schon im ersten Duell mehrere Großchancen. Stettmer ließ kaum Nachschüsse zu. Beim 2:0 lief Kirk Slalom durch die Mannheimer Abwehr und spitzelte den Puck durch Franzrebs Beine. Im Schlussdrittel versuchten die Gäste, den Druck zu erhöhen, doch wieder schlugen die Meisterbären zu: Pföderl sorgte mit einem Konter für die Entscheidung.



