Ex-Bayern-Star feiert Eliminierung von Irans Oberführer Chamenei
Der frühere Fußballprofi Ali Karimi hat auf seinem Instagram-Kanal mit 15 Millionen Followern den Tod des iranischen Obersten Führers Ali Chamenei gefeiert. Der 86-jährige Mullah wurde am 28. Februar 2026 durch gemeinsame Luftschläge der USA und Israels eliminiert. Karimi, der 2006 mit dem FC Bayern München das Double gewann, reagierte mit dem Reposten von über 40 Instagram-Stories auf die Tötung.
Feiernde Menschen und politische Botschaften
In den geteilten Inhalten sind feiernde Menschen in mehreren Städten zu sehen, ebenso wie Dankesnachrichten an die USA und Israel. Karimi postete eine Stellungnahme der israelischen Armee sowie KI-generierte Videos, in denen US-Präsident Donald Trump und Israels Premier Benjamin Netanyahu Chamenei umboxen. Zudem kündigte er eine große Demonstration für die Freiheit Irans am 1. März in Los Angeles an, einer Hochburg der Exil-Iraner.
Auch Reza Pahlavi, der älteste Sohn des 1979 gestürzten Schahs Mohammad Reza Pahlavi, kommt in den Storys zu Wort. Jeder dieser Posts stellt einen Schlag ins Gesicht der noch regierenden Mullahs im Iran dar. In seinem Heimatland drohen Karimi dafür empfindliche Strafen, weshalb der Asiens Fußballer des Jahres 2004 den Iran schon lange verlassen hat und überwiegend in den USA lebt.
Lange Geschichte der Opposition
Von den USA aus hat Karimi in der Vergangenheit wiederholt die Opposition im Iran unterstützt. Er setzt sich seit langem für eine Aussöhnung mit Israel ein, das das islamistische Regime in Teheran als Erzfeind betrachtet. Als er 2022 die Proteste im Iran unterstützte, konfiszierten die Behörden dort sein Haus. Sein Name darf im iranischen Staatsfernsehen nicht mehr erwähnt werden.
Karimi spielte von 2005 bis 2007 33 Mal für den FC Bayern in der Bundesliga und erzielte dabei drei Tore. 2006 holte er mit den Münchnern das Double. In der Saison 2010/2011 lief er noch insgesamt zweimal für Schalke 04 auf und gewann mit dem Team den DFB-Pokal. Für die iranische Nationalmannschaft bestritt er 126 Spiele und erzielte 38 Tore, 2006 nahm er mit dem Land an der WM in Deutschland teil.
Die aktuelle Situation wirft die Frage auf, ob der Krieg im Nahen Osten dem iranischen Volk endlich die Freiheit bringen könnte. Karimi gehört zu denen, die diese Hoffnung teilen und öffentlich unterstützen.



