Ex-Spieler mischt Bayern-Verhandlungen auf: Laimer-Verlängerung stockt
Beim FC Bayern München bereiten die Vertragsverhandlungen mit einem wichtigen Leistungsträger den Verantwortlichen erhebliche Kopfschmerzen. Die Gespräche über eine Vertragsverlängerung mit Mittelfeldspieler Konrad Laimer (27) liegen derzeit vollständig auf Eis und zeigen keine Anzeichen einer baldigen Wiederaufnahme.
Einziges Treffen mit ungewöhnlicher Besetzung
Nach aktuellen Informationen gab es bisher lediglich ein einziges Treffen zwischen den Bayern-Bossen, den Beratern von Laimer und einem überraschenden Teilnehmer: dem ehemaligen Bayern-Profi Andreas Ottl. Dieses Gespräch fand bereits Ende des vergangenen Jahres statt – seitdem herrscht komplette Funkstille in den Verhandlungen.
Sportvorstand Max Eberl (52) und Sportdirektor Christoph Freund (48) sollen dem österreichischen Nationalspieler ein Angebot mit leicht verbesserten Konditionen vorgelegt haben. Doch die unterschiedlichen Vorstellungen prallten offenbar hart aufeinander. Aus dem Umfeld der Verhandlungen heißt es, Berater Andreas Sadlo habe deutlich signalisiert, dass die Positionen beider Seiten zu weit auseinanderliegen, um in konkrete Detailverhandlungen einzusteigen.
Keine konkreten Zahlen auf dem Tisch
Interessanterweise sollen konkrete Gehaltsforderungen der Laimer-Seite dabei gar nicht erst auf den Verhandlungstisch gekommen sein. Stattdessen wurde eine formelle Verhandlungspause vereinbart, die bis heute andauert. Dies stellt ein klares Signal dar: So schnell wird hier keine Einigung erzielt werden.
Konrad Laimer spielt seit dem Sommer 2023 für den Rekordmeister und hat sich zu einem wichtigen Bestandteil des Mittelfelds entwickelt. Sein aktueller Vertrag läuft noch bis zum Sommer 2027, was theoretisch genügend Zeit für Verhandlungen bieten würde. Doch die Bayern-Verantwortlichen wissen aus bitterer Erfahrung, wie schnell sich solche Vertragspoker in die Länge ziehen können.
Bayern gewarnt durch Upamecano-Erfahrung
Erst bei Verteidiger Dayot Upamecano (27) dauerte das Ringen um eine Vertragsverlängerung über ein ganzes Jahr. Am Ende musste der FC Bayern tief in die Tasche greifen, um einen ablösefreien Abgang des französischen Nationalspielers zu verhindern. Genau dieses kostspielige Szenario wollen die Verantwortlichen um Max Eberl diesmal unbedingt vermeiden.
Derzeit herrscht noch offizielle Ruhe an der Säbener Straße. Doch sollte sich an den verhärteten Fronten nichts bewegen, könnte aus der aktuellen Verhandlungspause schnell ein ernsthaftes Problem werden. Plötzlich könnte dann – trotz sportlicher Erfolge – wieder eine Personalie Unruhe in den Verein tragen und die Planungen für die kommenden Spielzeiten durcheinanderbringen.
Die Beteiligung von Ex-Spieler Andreas Ottl als Berater auf Seiten von Laimers Agentur ROOF stellt dabei eine besondere Note dar und zeigt, wie komplex moderne Vertragsverhandlungen im Profifußball geworden sind.



