Die SG Flensburg-Handewitt hat sich erneut für das Final Four der European League qualifiziert. Der Titelverteidiger gewann das deutsche Viertelfinal-Rückspiel bei der TSV Hannover-Burgdorf mit 43:35 (22:20) und sicherte sich damit die Teilnahme am Finalturnier am 30. und 31. Mai in Hamburg. Bereits das Hinspiel war mit 39:39 unentschieden ausgegangen.
Ein Torfestival in Hannover
Vor rund 4.500 Zuschauern in der Hannoveraner Swiss Life Hall entwickelte sich eine äußerst torreiche Partie. Die Gastgeber aus Hannover erwischten den besseren Start und führten in der ersten Halbzeit fast durchgängig. Flensburg musste zudem früh einen Rückschlag hinnehmen: Der slowenische Rückraumspieler Domen Novak sah nach einer harten Aktion bereits in der 10. Minute die Rote Karte. Dennoch kämpften sich die Gäste zurück und gingen mit einer 22:20-Führung in die Kabine.
Im zweiten Durchgang steigerte Flensburg das Tempo weiter und setzte sich Tor um Tor ab. Hannover konnte dem Druck nicht mehr standhalten und verlor am Ende deutlich. Bester Werfer der Flensburger war der dänische Europameister Lasse Möller mit zehn Toren. Auf Seiten der Niedersachsen traf Leif Tissier ebenfalls zehnmal, doch sein Team verpasste damit das erste internationale Final Four der Vereinsgeschichte.
Deutsche Dominanz in der European League
Die European League ist seit Jahren fest in deutscher Hand. Seit 2004 kam der Sieger nur zweimal nicht aus der Bundesliga. Flensburg selbst triumphierte zuletzt zwei Jahre in Folge. Rekordsieger sind der THW Kiel und der SC Magdeburg mit jeweils vier Titeln.
Am späteren Abend kämpfen auch der Rekordmeister THW Kiel gegen den kroatischen Vizemeister RK Nexe Nasice und die MT Melsungen beim portugiesischen Rekordchampion FC Porto (jeweils 20.45 Uhr) um den Einzug ins Final Four. Die Spiele versprechen erneut Spannung auf höchstem Niveau.
Ausblick auf das Finalturnier
Das Final Four findet am letzten Mai-Wochenende in der Hamburger Barclays Arena statt. Neben Flensburg werden drei weitere Teams um den Titel kämpfen. Die Auslosung der Halbfinalpaarungen erfolgt nach Abschluss aller Viertelfinalpartien. Flensburg geht als Titelverteidiger mit breiter Brust in das Turnier und hofft auf den dritten Triumph in Folge.



